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Vietnam & Kambodscha
Vielen Dank für das Interesse meines persönlichen und umfangreichen Reisetagebuchs. Nach dem Tagebuch über Thailand, Singapur, Malaysia nun der dritte Versuch eine Reise in Wörter zu fassen. Was erwartet dich? Einfach das Übliche, was in einem Tagebuch steht, wann Pat und ich aufgestanden sind, wann wir müde waren, wann wir Bauchschmerzen hatten, wann wir traurig oder enttäuscht waren und wann wir uns langweilten. Natürlich ersetzt der Reisebericht keinen Reiseführer und keine Reisevorbereitung, aber als kleine Einstimmung zu Deinem Urlaub werden sich die vielen Stunden Zeit, die ich nach Feierabend investierte vielleicht lohnen. Wer glaubt, große Erlebnisse, Abenteuer, Schicksalsschläge, Krankheiten, Überfälle, gar Liebesgeschichten in dem Bericht wieder zu finden, wird enttäuscht sein. Das war ein ganz normaler Rucksackurlaub ohne Zwischenfälle oder Katastrophen (worüber ich eigentlich froh bin). Selbst wenn ich es versuchen würde, würde ich es nie schaffen alles aktuell zu halten. Preise, Orte, Straßenzustände, Unterkünfte und Strände ändern sich einfach zu schnell. Und lass Dir keine Angst machen oder Dir die Vorfreude auf was nehmen, bei Dir wird sowieso alles anders. Und wie immer: Alle Informationen sind ohne Gewähr und wer sich durch meine Meinungen und Gedanken belästigt fühlt, darf den Bericht einfach wegklicken. Unerlaubte Vervielfältigung ist nicht gestattet. Ich wünsche allen Lesern viel Spaß, gute Unterhaltung und ganz viel Reiselust. Fragen sind jeder Zeit willkommen. Download Du kannst diesen Text auch als Word-Dokument(mit zip gepackt) herrunterladen.Genug des Vorwortes, alles begann am Tag 0. 0.Tag - Montag - 20.September 2004
„My Bags are packed , I am ready to go…“; singe ich und bin fast geh-bereit, nur noch die letzte Nacht in Deutschland ist zu ertragen, die verdammte letzte Nacht, in der ich vor Aufregung sicher nicht schlafen kann. Seit meinem letzten Asien-Rucksackurlaub ist es schon 2 Jahre her, damals wie heute war ich mit einem Freund namens Pat in Thailand, schrieb einen Reisebericht, der nur von Frauengeschichten handelte, diesmal wird alles sicherlich anders. Mal sehen. Wir fliegen mit Thai Airways über Bangkok, haben dort 5 Stunden Aufenthalt und landen in Hanoi in Vietnam. Den Flug haben wir diesmal rechtzeitig gebucht, und zwar schon am 1.6 bei STA-Travel für ca. 700 Euro. Die Reisevorbereitung war schlechter denn je, zumindest kenne ich das Gefühl, damals als Student, wenn man bei einer Prüfung sitzt und nichts gelernt hat. Der einzige oberflächlich durchdachte Plan ist: Vietnam von Norden nach Süden zu bereisen, Kambodscha zu durchqueren und von Bangkok wieder zurück zu fliegen. Wie weit wir in Vietnam ins Landesinnere vordringen ist noch unklar. Das Malaria-Risiko, gerade in Kambodscha soll ja so hoch sein und trotzdem tauchen in den durchgelesenen Reiseberichten nicht mal die Worte Mücke, Autan oder Moskitonetz auf. Überraschenderweise fand ich im Internet viele Berichte über Vietnam, was meinen Bericht eigentlich überflüssig macht, aber das wichtige Details wie Mücken ausgelassen werden, motiviert mich nun doch wieder ein Tagebuch zu schreiben; ich könnte ohne diesen Prozess des Schreibens wahrscheinlich eh nicht mehr reisen. Grund der geringen Reisevorbereitung ist das Ende meiner Studentenära und der Anfang vom Ende, dem Arbeiten. Gerade vor dem Urlaub entkam ich den ungehörigen Stressfluten nicht. Mit der Hoffnung, meine Augenringe und Anspannungen zu verlieren, freue ich mich sehr auf die Reise und Chef sei dank, 5 Wochen Urlaub wurden genehmigt. Besonderheiten gegenüber den letzten Reisen wird sein, dass wir verstärkt darauf geachtet haben, wenig Gepäck zu haben (siehe Bild unten in Infos/Packliste): mit nur 2 Hosen und 2 T-Shirts, einem langärmligen Hemd und keiner Jacke, kein Regencape etc werden wir uns durchschlagen und sobald etwas dreckig ist, was Neues kaufen oder eine Reinigung aufsuchen. Trotzdem kommt halt doch immer wieder viel zusammen: Moskitonetz, Leinenschlafsack, Reiseapotheke, Spiegelreflex, Handtuch … Ich bin gerade sehr aufgeregt, schaue zu meiner Tasche hinüber und stelle mir vor damit nun die nächsten Wochen zu verbringen. Tag ein Tag aus, werde ich alles 100 Mal aus- und einräumen. Noch bin ich in Sicherheit, in meiner schönen Wohnung. Durch die Aufregung schleicht sich auch ein Hauch von Skepsis ein, Verlassensängste meiner Bequemlichkeit. Bald muss ich mich durch die chaotischen Straßen Hanois kämpfen, um jeden Cent handeln, muss Englisch reden, sonst komme ich nicht weit. Doch all' das will ich und wollt ich immer. Sobald ich in der Maschine sitze, verabschiede ich mich von meiner vertrauten Umgebung und tauche ein in die ferne Welt. Meine "alten" Informatikeraugen werden wieder zu Kinderaugen die neugierig entdecken und bereit sind, offen zu sein und Fremdes zu akzeptieren. Als von Erfahrung steinreicher Mensch werde ich mich wieder in diesem Tagebuch zurückmelden, wenn ich mich plötzlich als Fremder in meiner schönen Wohnung fühle... …versuche nun zu schlafen… 1. Tag - Dienstag - 21. September 2004
Thai Airways heißt uns willkommen, lädt Pat und mich ein, unsere Reise zu beginnen, Wundervolles zu erleben. Ich konnte es kaum erwarten und nun sitze ich im Flugzeug und hebe mit hoher Geschwindigkeit ab. Angst vor dem Fliegen habe ich zum Glück nicht. Der Flug verlief so wie ein Flug sein sollte, es war alles normal, wir erhielten Speis und Trank, dann die Dunkelheit und wer nicht schlafen konnte, schaute sich drittklassige Filme an. Der Flug verging schneller als es uns lieb war, denn wir haben immer noch keine Reisevorbereitung gemacht. Alles was wir wissen ist: Wir werden Vietnam von Nord nach Süd durchqueren und über Kambodscha wieder von Bangkok abheben. Nun lässt die Geschwindigkeit nach und wir nähern uns zunächst Bangkok. In Bangkok werden wir 5 Stunden Aufenthalt haben, die wir nutzen, um uns mit einem Freund zu treffen, Matt. Da wir die Sicherheitszone des Flugplatzes verlassen müssen wir für den kurzen Ausflug später wieder 500 Baht / Person (10 €) Flughafengebühren bezahlen, aber warum sollten wir auch 5 Stunden im Duty-Free Bereich abhängen. Matt hat nach seinem Studium keinen Job in Deutschland bekommen und ist nun seit 2 Monaten in BKK und versucht hier sein Glück. Ich bewundere seinen Mut und seine Thai-Sprachkenntnisse. Er hatte schon viel zu erzählen und so ging auch diese Wartezeit viel zu schnell vorüber. Da ich schon einmal in BKK war (siehe letzter Reisebericht 2002), ich nun mit Matt Deutsch reden und die 10 Stunden Flug nach Thailand im Nu vergingen, habe ich ein seltsames Heimatgefühl, als wäre ich nicht weit von zu haus. Thai Airways heißt uns erneut Willkommen, schon verliebe ich mich gleich wieder in die schönen thailändischen Stewardessen und das, obwohl die einzige Weisheit die ich je von mir gab die ist, sich nie in Bedienungen, Stewardessen oder Prostituierten zu verlieben. Ich habe mir übrigens am Flughafen eine Nackenstütze gekauft, so ein aufblasbares Kissen, was mir jedoch auch nicht in den Schlaf hilft, so holen wir den Lonely-Planet Reiseführer (auch dieses Mal wieder an Bord) heraus, um etwas über Hanoi, unserem ersten Reiseziel, zu lesen: Hanoi ist die Hauptstadt der Sozialistischen Republik Vietnam, hat 3,5 Millionen Einwohner und ist plump gesagt, sehr groß! Touristen zieht es üblicherweise in die Gegend, um den Hoam Kiem Lake. Nördlich davon befindet sich das Gebiet namens Old Quarter mit seinen Geschäften, Reisebüros und preiswerten Unterkünften, hier möchten wir also hin, aber vielleicht kommt auch alles anders… . Gerade als wir im Lonely-Planet den letzten Strich unter den Namen des vierten Hotels ziehen (wir haben mal 4 markiert, die wir uns näher anschauen wollen) sind die 2 Stunden auch schon wieder um und wir landen. Es ist 19 Uhr. Der Flughafen macht einen vernünftigen Eindruck. Die übliche Passkontrolle und auch das Gepäck fährt uns planmäßig auf dem Fließband entgegen. Diesmal ist mein Rucksack übrigens nur 9 kg schwer. Durch die Schiebetür, betreten wir die herrliche Luft Vietnams, es ist dunkel und es ist alles ruhig, wir fragen den Polizisten, wo wir den Airportbus finden, er zeigt auf den Bus, wenige Meter hinter sich und wenige Meter vor uns. Ein Minibus, Platz für ca. 10 Personen mit Gepäck, der Bus ist schon voll, wir quetschen uns rein, ich bin müde, verpeilt (= umgangssprachlich für „verwirrt“) und zu unschuldig, um Englisch zu sprechen, deshalb sage ich nichts, als ich den Platz neben Susi einnehme. 2 Dollar kostet die Fahrt zum Zentrum südlich des Hoam Kiem Lakes. Die Airportbus-Haltestelle befindet sich gegenüber der Vietnam Airline Hauptzentrale. Eine Dame steht an der Bus-Schiebetür und kassiert, Susi hat eine Schlinge um den Arm und möchte nicht zahlen, da sie nicht an ihre Tasche kommt und möchte lieber später zahlen. Ich biete ihr an für sie zu zahlen, sie lehnt ab. Es beginnt eine Diskussion, sie muss zahlen weigert sich aber aus irgendwelchen mir schleierhaften Gründen. Sie unterhält sich in vietnamesisch und zahlt schließlich doch, aber weniger als wir, nämlich 22.000 Dong, ein anderer Fahrgast, ein Vietnamese zahlt noch weniger, dann besteht sie darauf 2000 Dong wieder zurückzubekommen, bekam sie auch. Der Bus ist voll, die Fahrt kann beginnen. Susi spricht also Vietnamesisch, cool. Sie spricht mich an, ich bin noch sehr schüchtern plötzlich englisch zu reden. Sie erzählt mir von sich, sie kommt aus Australien und lebt in Hanoi. Sie arbeitet als Geologin, hat gerade in Laos Urlaub gemacht und sich beim Volleyball spielen die Schulter gebrochen. Susis Alter kann ich schwer schätzen, sie ist sehr schlank, doch sanfte Linien des Erlebens und ein wundervolles Lächeln zeichnet ihr Gesicht… Da das ein Reisebericht über das Land Vietnam ist, dürfte das wohl keine Rolle spielen. Sie wohnt in einem traditionellen vietnamesischen Haus, im französischen Baustil, erzählt sie. Die traditionellen Häuser, die man überall in Vietnam sehen kann, sind sehr schmal im Seitenverhältnis einer Kelloggs Cornflakes Schachtel, meist auch angestrichen mit dessen Farben. Die Zimmer sind übereinander, ein schmales Treppenhaus verbindet die Stockwerke, vier im Falle von Susis Anwesen. Sie ist sehr nett und so ergibt es sich, dass wir heute Nacht bei ihr schlafen werden, es ist auch schon zu spät, um sich nach Hotels umzuschauen. Sie war lange nicht zu hause und ist vielleicht dankbar, wenn noch jemand im Haus ist. Wir steigen in ein Taxi um, ich vorne, Susi und Pat hinten. Ich habe Aussicht auf das Chaos. Überall rasen Mofas durch die Straßen (nachfolgend nur noch „Motorbikes“ genannt), Lampen und Lichter schmücken die Häuser, es sieht alles richtig schön aus, reicher als ich mir das vorgestellt habe. Man spürt förmlich wie die erregende Lebendigkeit durch die Straßen tanzt, mit dem Anschein, als wüsste jeder wohin, auch wenn niemand einfach nur gerade aus fährt, sondern die ganze Fläche der breiter als vermuteten Straßen ausnutzt. Als arroganter Deutscher stellt man sich oft immer alles zu arm vor, ärmer als es ist, doch auch in Vietnam gibt es Straßen und Menschen in modernen Kleidern. Das Taxi hält, Susi zahlt, wir biegen, nun zu Fuß, ein in eine schmale Gasse, wie aufregend. Sie schließt zwei Vorhängeschlösser auf und schiebt das Gitter zur Seite, zwei weitere Schlösser öffnen die Haustür. Wir stehen im Wohnzimmer, sehen einen Fernseher und einen DVD-Player, eine Küche, eine schmale Treppe. Der Boden ist in jedem Zimmer anders gefliest, in braunen Farbabstufungen. Im ersten Stock, ist Pats Zimmer, im zweiten, dem größten Zimmer wird Susi schlafen, das dritte Zimmer nehme ich, es ist gerade mal Platz für ein Bett und einen Schrank (und einem rostigen Fahrrad). Es ist noch zu früh zum Schlafen, Pat und ich gehen noch vor die Türe, unsere neue Heimat begutachten. Wir gehen durch die Gasse biegen rechts ab, gehen die Strasse entlang, nirgends, aber auch wirklich nirgends ist ein Mensch unter den vielen Menschen zu sehen, der uns ähnlich sieht. Auch hier tobt das Leben auf der Straße. Sehr viele blaue, manchmal auch rote kleine Kinderplastikstühle stehen auf der Straße, gruppiert vor Essensständen. Noch sind wir viel zu „fremd“ in Vietnam um an der Strasse zu essen. Die Leute schauen uns an, ich fühle mich beobachtet, als wäre ich 14 und zum ersten Mal in der Sauna. Wir laufen weiter, kommen an einen Hinterhof und dort in jedem Haus ertönt ein Krach, der durch die offenen Fenster und Türen ausbricht. Unzählige Computer, die Reih und Glied auf langen Tischen stehen mit Jugendlichen davor, die daran spielen (Counterstrike). Der Platz scheint ein gewöhnlicher alltäglicher Treffpunkt der Jugend in der Umgebung zu sein. Hunderte Menschen, die sich auf der Straße versammeln, essen oder Computer spielen, Kinder fegen die Straße vor ihrem Haus, Frauen laufen mit Schlafanzügen rum (später fanden wir heraus, dass das keine Schlafanzüge sind), Männe, sitzen auf dem Boden und spielen Glücksspiele, etc. Leider habe ich kein Foto von diesem Spektakel, hätte ich mich bloß getraut, die Kamera zu zücken, doch wie erwähnt, ich bin noch nicht ganz da. Diese erste Nacht war der Kulturschock, den jeder zu überwinden hat, der nach Vietnam kommt. Wir laufen zurück zu einer Hauptstraße, sehen den von Fotos bekannten nervenaufreibenden (Rechts-)Verkehr, hauptsächlich Motorbikes und hin und wieder mal einen Baulaster. Wir beobachten einen Mann, der seinen Müllcontainer auf die andere Straßenseite schiebt, das bringt uns auf die Idee, auch auf die andere Straßenseite zu wollen und erleben gleich unsere erste Straßenüberquerung in Vietnam, was sicherlich einen Tagebucheeintrag wert ist. Der erste Schritt auf die Straße, war ein kleiner Schritt für die Menschheit, aber ein großer für uns. Langsam bewegen wir uns vorwärts, als schleichen wir uns an ein schlafendes Reh. Und schon brausen die Fahrzeuge wie Bienen eines aufgescheuchten Nestes um uns herum. Die Lichter der Motorbikes kommen zitternd auf uns zu, weichen knapp aus und schwirren lärmend davon. Wir schwitzen, klammern uns aneinander, als würde eine Mutprobe unsere durchlebte Pubertät beweisen. Wir arbeiten uns zur Mitte vor, in der wir ein wenig verschnaufen können, dann geht es weiter. Die Motorbikes weichen immer wieder aus, wie ein Ameisenstrom vor dicken Regentropfen. Wir bangen, dass uns auch alle auf der schlecht beleuchteten Straße sehen und vor allem das kein Lkw kommt. Unbewusst werden wir zum Ende hin immer schneller und als wir gerade zum Endspurt ansetzen, hupen uns die Leute an, von links und rechts, sie kommen überall her, und alles was mir zu sagen bleibt ist: Lauf immer schön langsam und berechenbar, doch wenn ein LKW kommt, dann renne um dein Leben! Es soll in Vietnam täglich 40 Verkehrstote geben. In Hanoi gibt’s noch wenig Autos, doch der Autozuwachs ist extrem und wird in Zukunft ein unausweichliches (noch größeres) Verkehrschaos verursachen. Wir wollen auf unseren Urlaubsbeginn anstoßen (und das wird nicht das letzte Mal sein), und betreten eine Bar, die nicht einfach auszumachen war, da die Schilder hier nicht auf Englisch sind. Wir bestellen Bier, sie öffnet den Kühlschrank und zeigt auf eine Packung Milch. Wir lehnen ab, sie holt Hilfe, ihr Bruder kommt und bringt uns das Heiniken Bier. (Heiniken Beer: 11000 Dong, Hanoi Beer: 9000 Dong) In dem Restaurant wird gerade Zuckerrohr durch eine Walze gedrückt und ausgepresst. Wir stoßen an, sind aufgeregt in der neuen Welt. Bald werden wir uns zu Hause fühlen; doch jetzt ist alles so ergreifend, wir sind so reizüberflutet von den vielen Eindrücken. Ich betrachte die Wände und den Fußboden. Es ist alles so einfach hier, in Deutschland würde man so eine Wand längst überstreichen, doch hier zählt das alles nicht, sie haben andere Sorgen (richtige Sorgen?) oder machen sich nichts daraus. Bald werden wir diese unbedeutenden Hässlichkeiten nicht mehr sehen. 2. Tag - Mittwoch - 22. September 2004
Beide schlafen sie unruhig in ihren Zimmern, in ihren Betten, zum einen weil fremde Geräusche ihre Nacht und Ohren heimsuchen und zum anderen, weil sie die Zimmertüren offen ließen und enttäuscht waren, dass Susi sie nicht für einen Gute Nachtkuss heimsuchte. Doch ich habe einen Traum, den ich am nächsten Morgen Pat und Susi im Wohnzimmer erzähle. Ich träumte von einer schwarzen Katze, sie lag in meinem Bett, ich wachte auf, war erschrocken, noch mehr erschrocken, als ich wach war und sie immer noch sah, ich blickte auf mein Kissen und sah einen dunklen Schatten, ich riss meine Augen auf, doch sie verschwand nicht, erst ängstlich, dann vorsichtig, wollte ich den Schatten berühren, dann wurden meine Gedanken immer klarer und ich erkannte, dass da nichts war und wo ich war- in Vietnam. Ich dachte damals, so wie Du, der den Bericht gerade liest, dass dieser Traum ein Zeichen war und später in der Reise noch eine entscheidende Bedeutung haben würde. Außer dass der Traum es zu einer Überschrift im Reisebericht schaffte, hatte er keine Bedeutung und war schließlich nur ein blöder Traum, der es nicht wert ist, ihn hier zu erwähnen, was ich aber dennoch tat in jenem Wohnzimmer.
Susi geht mit uns frühstücken, ein paar Straßen weiter, die Leute kennen sie hier. Wir setzen uns in den Schatten in ein „Lokal“, an einen Holztisch; auf Plastikstühlen nehmen wir Platz. Sie bestellt für uns, für Pat Hühnchen (sie versichert, das die Hühnerpest kein Thema ist) und für mich Schwein (ich glaube ihr nicht). Auf dem Tisch steht ein Becher mit Holzstäbchen. Um sich zwei gleichlange Stäbchen zu angeln, machen wir das was auch die Vietnamesen vor dem Essen machen. Man nimmt sich eine Hand voll Stäbchen und klopft diese auf den Tisch und vergleicht so die Längen. Die Stäbchen hier sind ungewaschen, wie es scheint, doch das ist Vietnam. Wie Susi, reiben wir mit einer Serviette die Stäbchen oberflächlich sauber. Mit jemanden zu essen, der sich auskennt ist toll und für ein richtiges vietnamesisches Essen abseits von Touristen notwendig. Die Speisereste werden auf den Boden geschmissen, also Knochen und ekliges Fleisch wird auf den Boden gespuckt. Susi lädt uns ein, der Spaß kostet 20 Cent pro Person. Es scheint heute heiß zu werden, zur Erfrischung trinken wir noch an der Straße einen leckeren süßen Zuckerrohrsaft mit Eis und Limonen (auch Eis soll kein Thema sein sagt Susi). Sie erzählt uns viel über Hanoi, es fällt schwer ihr zu folgen und ich stelle fest, dass ich mich erst wieder an Englisch gewöhnen muss.
Nach dem Frühstück brechen wir auf, wir wollen ihr nicht zur Last fallen, wollen auch unabhängig sein und uns alleine durch Vietnam kämpfen. Nach dem Rucksackpacken winken wir uns ein Taxi an den Straßenrand. „Taxi-Meter“, Taxizähler in Vietnam heißen übrigens „Mett“, auf dessen Inbetriebnahme man immer hinweisen sollte. Wir fahren da hin, wo schließlich alle hinfahren, ins Old Quarter. Wir suchen das Anh Sinh Hotel (in der 49 Pho Hang Be, der Name hat sich inzwischen geändert). Wir fragen nach „Dorms“ (engl. für Schlafsaal), der etwas nervige Manager, zeigt uns sein Dorm, ein Dreibettzimmer. Wir wissen noch nicht, dass es in Vietnam so gut wie keine klassischen Dorms gibt. Für sie sind Dorms einfach große Zimmer mit 2 oder 3 Betten, wobei man das ganze Zimmer zahlt. Er möchte für das Zimmer 14$. Pat und ich fangen an zu diskutieren, meist reden wir über was völlig Anderes, Belangloses, aber mit sehr kritischem Gesichtsausdruck. Er fällt darauf rein und bietet uns ein 2 Bett Zimmer für 5$ pro Person an, eigentlich das größte Zimmer unserer Reise, mit einem Fernseher ohne Sender und kaltem winzigen Wasserstrahl aus der Dusche. OK, wir nehmen es. Der Manager will, dass wir in SEINEM Restaurant essen und bei IHM eine Tour buchen und falls wir ein Transportmittel brauchen, können wir selbstverständlich auch SEIN Taxi oder SEIN Motorbike in Anspruch nehmen. Das sonstige Hotelpersonal ist sehr nett, wirklich sehr nett, Englisch sprechen kann kaum jemand. Wir gehen erstmal zur Bank, zur ANZ-Bank. Beim Cash-Geldwechsel fallen 2% und bei Travellers Cheques 4% Kommission an. Endlich sind wir im Besitz der hässlichen Papierfetzen, die zugleich Währung des Landes sind, die Dongs. Jeder Schein, Münzen gibt es nicht, bildet Ho Chi Minh persönlich ab. Es gibt anscheinend viel Falschgeld, was mich nicht wundert und ebenso sind von einem Schein z.B. der 5000er mehre Versionen im Umlauf. Es ist zwar richtig, dass man auch immer mit Dollar zahlen kann, aber Dongs sind dennoch unerlässlich. Wir zahlen meist mit Dongs, nur Hotelrechnungen, Touren oder Kleidung bezahlten wir in Dollar. (das sind eine Million Dong und 70$.) Nach dem Geldwechsel legen wir uns schlafen. Die Hitze, der Verkehr und die Kulturumstellung rauben uns die letzten Kräfte. Old Quarter:
Das Old Quarter befindet sich im Hoan Kiem District, nördlich des Hoan Kiem Lake. An den kleinen Strassen sammeln sich die Backpacker Hotels und die Reiseagenturen mit ein und demselben Tourenangebot (nach Sapa oder Halong Bay). Abends wird es gemütlicher im Old Quarter. Zur Tageszeit fahren ununterbrochen Motorbikes die Straßen entlang, Taxis, aber auch Frauen auf Fahrrädern mit den klassischen konischen Vietnam-Hüten oder Händlerinnen balancieren mit einem Ast auf der Schulter mit daran verbundenen Körben zum Dong Xuan Markt. Überall sieht man Ausländer, aber mit der Khoan San Road in Thailand verglichen, ist alles viel ruhiger. Ringsum sind Gassen und kleine Strassen und Essens-Stände mit den in ganz Vietnam gesehenen Kinder-Plastikstühlen davor. Im alten Viertel sind die Geschäfte schön nach den Straßen sortiert, so gibt’s eine Sonnenbrillenstraße, eine Straße für Seidenwaren, eine für Schuhe usw., das macht es leicht, die Preise zu vergleichen. Der Hoan Kiem See, umsäumt mit einem kleinen grünen Streifen Natur, ist abends der Treffpunkt, um spazieren zu gehen. Viele junge Pärchen sitzen dann auf den Parkbänken und schauen auf den See oder sie sitzen auf der Sitzbank ihres abgestellten Motorbikes, schaffen es irgendwie den Lärm und die sehr breite Straße, die den See umgibt, zu vergessen. Kinder laufen mit ihren Schlafanzügen (sehen zumindest aus wie Schlafanzüge) herum und auch zur späten Stunde kann man an den fahrbaren Ständen noch was zu essen kaufen: Früchte, Gegrilltes, Nüsse usw.. Ein flairreiches, aktives, nächtliches Straßenleben, was es so in Deutschland leider nicht gibt. New Century and old habit
Wir wachen abends von unserem Mittagsschlaf auf und möchten unseren Urlaub begießen, wie es sich gehört. An der freundlichen Hotel Rezeption lernen wir Hung (Hui ausgesprochen) kennen, der uns ein guter Vertrauter wird. Es ist immer wichtig, egal in welcher Stadt man ist, jemanden zu treffen, dem man vertrauen kann, dazu später mehr. Uns wird die New Century Disko empfohlen. Sie befindet sich westlich des Sees, nicht zu weit zum Laufen. Die Disko ist relativ groß, hat eine Tanzfläche, eine Bühne mit Gogo-Tänzerinnen und viele Tische, an denen gegessen und getrunken wird und verdammt viel Personal mit orangefarbigen Overalls, die Feuer geben, schon bei der kleinsten unangezündeten Zigarettenbewegung. Einen Biergutschein erhalten wir, als wir die 3$ Eintritt zahlen, welcher viel zu schnell aufgebraucht ist. Wir trinken auf unseren Urlaub, sind glücklich und gut drauf, endlich Vietnam. Ein Zimmer haben wir organisiert, Dongs geholt und den Jetlag überwunden, jetzt kann’s losgehen. Übermütig wie wir sind, angesteckt von den billigen Preisen hier und den anderen Gästen, die hier an Tischen sitzen, möchten auch wir eine Flasche Cognac bestellen, eine kleine. Kann ja nicht so teuer sein. 1200.000 Dong, soviel kostet eine Flasche, aber verdammt, wie viel ist das bloß? 1,2 Millionen durch 15, mhhh, lass uns mal die billigste Flasche nehmen. Das wäre eine Jim-Beam Flasche für nur 800.000 Dong. OK., nehmen wir. Wir bestellen, wir zahlen, zählen und zählen und haben schließlich doch nicht genug Dongs dabei, obwohl wir doch bei der Bank waren? Aber ja, ich habe noch ein paar Dollar. Das war’s, nach dem Zahlen haben wir fast keinen Dong und keine Dollar mehr in der Tasche. Nun, langsam dämmert es uns und uns wird klar, dass wir plötzlich nichts ahnend mit zwei Problemen konfrontiert werden. Erstens, das waren gerade fast 50 Euro (!) und zweitens, wir müssen jetzt eine ganze Flasche Whiskey austrinken! Die Jungs in den Overalls schenken uns Wasser und Whiskey ein und lassen alle 3 Minuten Eis in unsere Gläser klirren. Pat ist wie von Sinnen und stürmt die Tanzfläche, er tanzt und kommt nimmer wieder; die Tanzfläche und auch die Disko ist hauptsächlich von Einheimischen besucht und stehen auf Pats Tanzstil, wie es scheint. Pat ist gut drauf und macht jede Menge „Müll“ auf der Tanzfläche und sie ahmen ihn nach, besonders sein Thaichi -Tanzstil kommt gut an, alle lachen sich tot und albern mit rum. Ich trinke und trinke, der Abend geht bekanntlich schnell vorbei im Rausch, unseren größten und einzigen auf der Reise, Pat tanzt Stunden später immer noch, die Disko ist fast leer, Pat tanzt immer noch. Pat hat einen neuen Freund, der uns zum Glück beim Trinken der letzten Whiskey Reste hilft. Wir verlassen endlich die Tanzhallen. Pat kollabiert draußen vom Sauerstoff und wird von einem Türsteher aufgefangen und wieder hingestellt. Unser neuer Freund mit einem „LA“ T-Shirt, besorgt uns 2 Motorbike-Taxis. Ich bin echt betrunken, den Straßennamen und die Hausnummer von unserem Hotel bekommen wir zum Glück noch hin. Die hätten alles mit uns machen können, wir sind wirklich hilflos vom Alk und auch die Währung haben wir überhaupt noch nicht im Griff, rechnen mit Dollar, Baht, Euro, DM und nun sollen wir noch Dong Algorithmen im Kopf haben? Ein Frau mit Motorbike fährt vorbei, Pat will lieber mit ihr mitfahren, anstatt mit den schon bereit stehenden Motorbike Taxis. Er rennt ihr gedankenlos und im Spaß hinterher, setzt sich hinten drauf und haut ab, das war echt gefährlich. Ich lache mich trotzdem tot, steige auf mein Motorrad und zahle die vom LA-Shirt Kumpel ausgemachten letzten 10.000 Dong. Während der Fahrt (die Straßen waren unheimlich leer um 4 Uhr) mache ich den Fehler und erzähle im perfekten Englisch, wie dicht ich bin. Nun will er mich natürlich abzocken und will plötzlich mehr Geld, ich sage nein, „I only want to go to bed, drive me to my hotel“, er fragt mich noch 100 mal, auch ob ich „bumbum“ machen will oder noch was trinken will. Die Strecke kommt mir endlos vor und er bettelt unerträglich oft. Wir kommen im Hotel an, doch Pat ist nicht da, ich lache mich tot, Hung der Hoteljunge ist da, er arbeitet immer nachts. Wir setzten uns auf die immer noch vom Tage erwärmten Treppe vor dem Hotel und rauchen eine, warten auf Pat, wo bleibt er bloß? Nach 15 Minuten oder länger, wer weiß das schon, kommt Pat, fährt fast vorbei, dreht um und kommt zum Stehen. Vor ihm und hinter ihm sitzen Frauen auf seinem Mofa, auf einem Zweiten noch eine Frau. Verdammt was macht Pat mit drei Frauen nachts in Hanoi, VERDAMMT !? Hung schimpft Pat aus, sagt das sind „Bad Girls“. Sie wollen jetzt plötzlich Geld haben fürs nach Hause fahren. Pat hat keins mehr und fängt zu diskutieren an. Ich lache mich tot, doch habe ich ständig das Gefühl, dass ich unsichtbar bin. Pat redet nicht mit mir und versucht hier irgendwas zu regeln, was ich überhaupt nicht verstehe. Inzwischen ist auch LA-Shirt da. „Bad Girls“, sagt Hung immer, „sie sollen gehen“, er will sie verscheuchen. Mir ist schlecht, ich sage es jedem hundert mal, in welcher Sprache weiß ich auch nicht mehr, doch keiner will es wissen. Nun ist die gesamt Hotel Mannschaft versammelt, es ist Chaos und wir mitten drin und ich bin in dem Chaos nicht mal sichtbar. Schließlich gehen wir endlich, ich falle ins bett und bin tot, erwache doch noch kurz vor dem geglaubten Tod. Pat sagt heldenhaft: „ich muss es zu Ende bringen was ich angefangen habe“. Ich dachte wirklich, ich sehe ihn nie wieder. Er geht runter und schmeißt ihnen Geld hin, damit sie verschwinden und rief immer wieder „they stole my money, they stole my money“, weil er auf die Idee kam, dass sie sein Geld gestohlen hatten (er wusste nicht, dass er in Wirklichkeit sein letztes Geld in der Hemdtasche hatte). Es war alles peinlich und sehr verlegen verließen wir unser Zimmer am nächsten Nachmittag. 3. Tag - Donnerstag - 23. September 2004
Aufgrund unserer ausschweifenden „Wir-sind-im-Urlaub-Feier“ habe ich heute bis 15:30 Uhr geschlafen. Unser zweiter Tag in Hanoi ist also schon wieder fast vorbei und die Sonne wird in 3 Stunden untergehen. Ein paar Sachen müssen noch erledigt werden, ich gebe mir einen Ruck und ziehe mich an und setzte meine große Sonnenbrille auf. Wenn man als Rucksacktourist reist, ist man jeden Tag damit beschäftigt zu planen und zu organisieren. Wir wollen eine 3 Tages Halong Bay Tour buchen, vergleichen die Preise und die Touren, die alle sehr ähnlich klingen, aber irgendwie doch wieder anders sind. Die Preise für so eine Tour belaufen sich auf 45 bis 55 $. Wir haben uns entschieden, bei Kangaroos Cafe zu buchen, obwohl eine Tour dort 55$ kostet und teurer ist, als bei den anderen Tourenanbieter, doch irgendwie haben wir uns von den ausführlichen und gut umschmückten Tourenbeschreibungen, sprich dem guten Marketingkonzept, überzeugen lassen. Das Kangaroos Cafe gehört einem australischen Pärchen und fällt durch ein professionelles und gepflegtes Auftreten auf. Dort im Kangaroos Cafe kann man auch gut essen, wenn man mal wieder Lust auf was Westliches hat. Wir gönnen uns ein Katerfrühstück nach dem Buchen der Tour. Da wir noch etwas Zeit bis zum Sonnenuntergang und noch etwas Energie haben, brechen wir auf, um den Dong Xuan Markt zu suchen. Wir passieren die Kreuzung, mit den überflüssigen Richtungs- und Einordnungskennzeichen ( Foto ), gehen entlang der Sonnenbrillestraße, mit den 20 kleinen Sonnenbrillenläden, mit jeweils 50 Sonnebrillen, für ungefähr 8 $ (also verschenkt wird auch hier nichts). Man merkt, dass Feierabendverkehr herrscht, die Motorbikes sind wieder überall auf der Straße ( Foto ) ( Foto ). Wir laufen immer weiter gerade aus, sind nun bei der Seidenstraße angelangt (hier gibt’s Stoffe), dann weiter an eine Straße, an der überall Lampen und Lampions hängen. Es ist wirklich alles sehr schön anzuschauen, gerade nach so einem alkoholischen „Reset“ sieht die Welt plötzlich wieder so fremd, interessant und neu aus. Wir erreichen den Markt, clever wie wir sind, merken wir erst jetzt, dass wir viel zu spät dran sind, der Markt wird gerade abgebaut, von Marktverkäufern, die froh sind, dass sie endlich Feierabend machen können. Der Markt ist auf jeden Fall einen Besuch wert, wie jeder Markt in Vietnam einen Besuch wert ist, da die Atmosphäre so typisch asiatisch wirkt, mit dem Gewühl und der Verkaufsangebotsüberflutung, toll. In Saigon kann man wahrscheinlich am Besten einkaufen. Nachdem wir eine Hand voll Früchte erhandelt haben, durchqueren wir die dunkelsten Gassen, um wieder zurück zu unserem Hotel zu gelangen, nehmen unterwegs noch einen sehr süßen Zuckerrohrsaft zu uns. 4. Tag - Freitag - 24. September 2004
4 Stunden später, nach dem unser wieder einmal ausuferndes Nachtleben beendet war, stehen wir auf und laufen wieder einmal zum Kangaroos Cafe, denn heute beginnt unsere 3 Tages Tour nach Halong-Bay. Wir sind um 8 Uhr dort und sammeln uns mit unseren Gruppenkollegen. Alles nette Leute. Bis auf ein Paar aus Belgien, stammen die 14 anderen aus englischsprachigen Ländern, aus Australien, Neuseeland, England, Amerika und Kanada. Kurze Zeit nachdem wir in unseren Bus gestiegen sind, stellt sich jeder von uns mit Namen und Nationalität vor. Es befinden sich fast nur Pärchen an Bord unseres Minibusses, die durchschnittlich unglaublicherweise alle ein Jahr um die Welt reisen. Der Guide mit Mikro in der Hand erzählt uns Einiges über Hanoi, von den Legenden aus Halong Bay (von einem Drachen der mit seinem Schwanz die Felsenwelt erschaffte) und von den Lebenshaltungskosten in Vietnam. Pat und ich sind sehr ungeduldig; für 3 Stunden in einem Bus zu sitzen macht uns sehr nervös, wir sind voller Tatendrang und Abenteuerlust. Dennoch können wir zum ersten Mal auf unserer Reise die bezaubernden Landschaften Vietnams begutachten. Wir sehen weite grüne Nassreisfelder ( Foto ), sehen die in ganz Vietnam typischen schmalen Häuschen in bunten Farben. Wir passieren eine Fabrik und durchqueren mehrere Dörfer. Die Straßen sind sehr gut, nichts von Schlaglöchern oder Feldwegen zu sehen, wie ich mir das vorstellte, nein, wir fahren auf einer Art Schnellstrasse und zahlen auch dafür Gebühren an Straßenkontrollen. Um 12 Uhr kommen wir endlich in Halong City an und gehen in das für Touristen vorgesehene Restaurant mit langen Tischen auf vier Etagen. Es wird gefragt, wer kein „Seafood“ möchte, ich melde mich. Es werden in einer absolut unpassenden Reihenfolge gefüllte Teller auf unseren gemeinsamen Tisch gestellt, von denen sich jeder nehmen kann. Garnellen, Tofu, Nüsse, Spinat, Kartoffeln, Frühlingsrollen, Reis, Früchte. Nach dem bescheidenen Essen sind wir bereit für unser Boot. Viele ähnliche Schiffe sind an dem Steg und warten auf ihre Mannschaft. Ganz hinten am Ende des Steges wartet unser Boot. Kunstvolle und beeindruckende Holzarbeiten bekleiden das stilvolle Schiff. Ein Holzdrache als Galionsfigur und eine Holztreppe, die zum Deck führt, sind die ersten Sachen, die ich wahrnehme. Ich freue mich, die nächsten Tage auf dem Boot verbringen zu dürfen. Alle Mann gehen nun in den „Aufenthaltsraum“, Bänke und Tische und ein Fernseher sind dort angebracht. Natürlich wird nicht über Sicherheitsvorkehrungen gesprochen. In Vietnam scheint es wirklich keine Gefahren zu geben. Ich las, im Internet bei der Auswärtigen-Amt-Homepage über Piraterie in den Halong Bays. Später fragte ich den Guide danach: „No, no don’t have“, mit großem Kopfschütteln folgt. Ebenso bei den wirklich nebenläufigen Fragen, ob es gefährlich sei, nachts zu baden, ob es gefährliche Fische gäbe oder irgendwas anderes. Man kann immer erwarten, dass eine Antwort in dem Stil kommt, „no, no, not dangerous“. Nun, mir soll’s recht sein, also keine Gefahren. Also zurück zum Aufenthaltsraum, dem einzigen sympathischen Raum an Bord. Auf dem Schiff können Getränke gekauft werden, wenn man sich in eine Liste einträgt. Nun dürfen wir uns einen Schlüssel für unsere Kajüte ziehen. Es gibt auf dem kleinen Boot, kaum zu glauben, 17 Zimmer, die auf 3 Stockwerke verteilt sind. Nun pass auf, mache nie den Fehler, einen Schlüssel mit niedriger Nummer, gerade die mit 1 beginnend, zu wählen, diese sind nämlich im Unterdeck im Keller. Ich nehme die 107, also unten. Dazu später mehr… Halong Bay ist eine riesige Bucht mit mehr als 3000 Inselchen, also keineswegs ein kleiner Touristenspot, gerade mal groß genug, um fotografiert zu werden. Die Touristen verteilen sich gut auf der 1500km² großen Fläche, es sei denn, man besucht ein paar Klassiker, z.B. eine Höhle. Eine große, schön gepflegte Höhle, mit dem Namen Hang Sung Sot. Leider ist sie so überlaufen, alleine das Anlegen unseres Bootes erweist sich als schwierig, da wir nur einen Parkplatz in vierter Reihe bekommen, so dass unsere Reisegruppe quer über andere Boote klettern muss, um an Land zu kommen und um Disney Land zu passieren. Die Höhle ist sehr kitschig, mit bunten Lampen neben den in Stein geschlagenen Spazierwegen, ausgerüstet. Eine Wand wird rot erleuchtet, eine andere grün usw. und dann noch der berühmte pink erstrahlte „Penisfelsen“. Das jedoch durchaus Lohnende an der Höhle ist die wunderbare Aussicht auf die Schiffe und die Bucht beim Verlassen der Höhle ( Foto ). Im Fahrtwind ist es sehr angenehm, Hitze spürt man nicht, kalt ist es auch nicht und der Nebel verzieht sich im Laufe des Tages etwas, obwohl dieser Dunst am Horizont stetig ist. Wir fahren eine weitere Stunde auf dem Boot und es wird nicht langweilig, da man immer was zu sehen hat: Die Landschaften sind schön, vorbeischiffende Fischer trommeln auf ihren Flössen, um Fische anzulocken und die Bewohner von Hausbooten ( Foto ) winken uns zu. Wir halten mit unserem Schiff und springen in das herrlich warme, helltürkise Wasser, welches salzig und sehr trüb ist. Die in der Tour versprochene Schnorchelausrüstung gibt es zwar an Bord, jedoch sieht man nicht mehr als dieses herrlich warme helltürkise Wasser, welches, wie bereits bekannt, salzig und sehr trüb ist. Die Luftmatratzen und Schwimmringe sind jedoch ein großer Spaß, ebenso wie das Reinspringen von der höchsten Stelle des Bootes ins unendlich tief scheinende Wasser. Baden ist herrlich, auch ohne Fische. In der Tourbeschreibung wurden uns glitzernde Fische versprochen, die im Mondlicht für uns tanzen werden. Leider tanzten sie wohl für eine andere Touristengruppe, nicht für uns, selbst beim nächtlichen Baden war vom Glitzern nichts zu sehen. Um 19 Uhr gab’s Essen an Bord und zwar genau das Gleiche wie beim Mittagessen: kleine Teller mit divergierenden inhomogenen Speisen. Sehr früh, wie es in der freien Natur so ist, werden Menschen müde, schon um 21 Uhr werden die Schlafplätze organisiert. Ich gehe die schmale steile Holztreppe nach unten. Ein dunkler enger Gang, mit sieben kleinen Türen. Die erste, führt in mein Schlafgemach. Mein Zimmer ist die absolute Gruft, viel erwarte ich nicht, aber das Zimmer ist grausam. OK, der Kapitän hatte Recht, der Motor ist nun aus und der Lärm ist weg; aber noch immer stank es nach Diesel-Öl, da mein Zimmer direkt hinter dem Maschinenraum liegt. Doch immerhin sehe ich ein ganz kleines schmales Fenster mit Blick auf einen Holzbalken. Das Zimmer ist niedrig, ich kann hier nicht mal stehen. Ich schaue mir die andere Zimmer auf meiner Etage an, (es gibt übrigens 3 Doppelzimmer, ansonsten nur Einzelzimmer.) alle sind sehr klein und dunkel. Doch ein Glück, wir dürfen auf dem Deck schlafen. Ein Ansturm, wie bei den neuesten Aldi-Angeboten, beginnt, alle stürmen mit ihren Matratzen auf Deck, um noch einen schönen Platz zu ergattern. Bevor ich mein Zimmer verlasse schließe ich noch alle Taschen, denn ich möchte nicht, dass diese kleinen Käfer, die hier und da und unter der Matratze kriechen, sich in meine Taschen verkriechen. Pat hat wahrscheinlich die beste Kajüte erwischt, mit vielen Fenstern und frischer Luft, da es sich als einziges Zimmer ganz oben auf dem Deck befindet. Es ist bewölkt, nur der Mond hat’s geschafft, zu uns runter zu leuchten. Auf dem Deck liege ich auf der Matratze, neben 9 anderen Reisegästen und es ist schön. Die Luft ist ausgezeichnet, das sanfte Schaukeln und Dahinplätschern des Bootes, nur ein Generator eines anderen Schiffes weit entfernt dröhnt noch herüber, bis es endlich still wird. Meine Frage, die ich vorher an den Guide stellte, wurde wie üblich beantwortet: „No, no, no moskitos.“ Da ich in Hanoi täglich Stiche erntete doch nie etwas fliegen sah, zog ich die Decke weit hinauf. In dieser Situation, als alleiniger Single auf Deck, vermisse ich eine Freundin an meiner Seite. Ich schlafe schnell ein, versuche die Käfer Unterdeck zu vergessen. Nur einmal erwache ich nachts und es ist traumhaft, wie schön die von Wolken befreiten Sterne den Himmel schmücken und es ist so still. Ich sitze und schaue auf das Meer und auf ein einziges kleines Licht eines anderen Bootes. Die herrliche Luft atme ich ein wie konservierte Freiheit, die zur Ruhe wurde. Hoffentlich merke ich mir diesen Augenblick, wenn ich zurück in Deutschland bin und nur Lärm und Licht im Kopf habe. Um 6:30 Uhr wache ich auf. 5. Tag - Samstag - 25. September 2004
Nach nun jener Nacht erwacht die Mannschaft und Crew recht früh an diesem schönen noch vom Nebel bedeckten Tage. Wir stechen in See. Wie am Tag zuvor und auch am nächsten Tag, stehen immer die schönen Felsen an unserer Seite. Wir brechen auf nach Cat Ba Island, welche die größte Insel an der Halong Bay ist, mit seinen 7.000 Einwohnern und den 354 m². Die Leute leben von der Fischerei oder den Touristen, schon vor der Insel sieht man die zahlreichen Hausboote. Wir legen mit unserem Boot an Cat Ba Town an, um dort spärlich zu frühstücken mit wahlweise einem Pfannkuchen oder einem kurzen Baguette. Das blöde an Gruppenreisen ist, dass man immer warten muss und auch was das Essen angeht, in seiner Freiheit stark eingeschränkt ist. Nachdem warten, checken wir in unser Hotel, das Thao Minh Hotel ein. Für Vietnam ein übliches schmales hohes Haus und einem kleinem Zimmer. Die anderen in unserer Reisegruppe hatten das Glück in ein anderes Hotel abgeschoben zu werden mit riesigen Zimmern, aber was soll’s, ist ja nur für eine Nacht und schon OK.. Wir sahen uns die vietnamesischen Soap Operas im TV an, nein, es waren japanische, wobei eine vietnamesische Erzählstimme mit der Lebendigkeit eines Nachrichtensprechers simultan übersetzte. Wir treffen uns im Minibus mit unserer Reisegruppe und fahren die herrliche Küstenstrasse der Insel entlang, viel zu schön eigentlich um dort einfach nur entlang zu fahren. Nach einer Stunde Fahrt warten wir für eine weitere Stunde an einer verlassenen wirklich hässlichen Anlegestelle mit „der hässlichsten Toilette der Welt“, wie eine weltreisende Engländerin aus unserer Gruppe meinte. Es holt uns nach sehr langem trostlosen Warten ein kleines überdachtes Motorboot ab. Es ist sehr heiß inzwischen. Wir verlassen das offene sehr dreckige Meer, bis wir auf kleinen Flüssen, vorbei an seltsamen Wasserfeldern (Grasbüscheln schauen überall aus dem Wasser ) und kleinen Hütten, fahren. Hier und da sieht man angelegte Teiche zum Fische fangen. Sinkt der Meeresspiegel, kommen die Fische nicht mehr über den Damm und bleiben im Becken gefangen. Wir steigen aus und laufen auf schmalen Wegen zwischen diesen Wasserbecken, um schließlich eine Höhle anzuschauen, die damals im Krieg als Unterschlupf galt. Leider war der Zweck der Höhle aufregender, als die Höhle selbst. Es war einfach nur eine kleine Höhle, die uns drei Stunden Anreisezeit forderte. War es das wert? So etwas sollte man sich besser nicht fragen. Nach genau so langer Rückreise zu Cat Ba Town steigen wir wieder auf unser großes vertrautes Boot, um dort ein leckeres Picknick zu verspeisen (Ananas, Bananen, Ei, Brot, Tomaten, Gurken). Pat hat die gute Idee, eine Banane aufzuheben für die Bewohner der nächsten Insel, Monkey Islands. Wer öfter verreist, wird feststellen, dass jede 10te Insel Monkey Islands getauft wird. Wir verfüttern unsere Bananen an die Affenfamilie, die hier auf Touristen wartet, stürzen uns dann später in das herrliche, seichtwarme flache Wasser. Der Strand und das Wasser ist genial. Wir spielen mit den Wellen und den Muscheln und die Sonne glüht auf uns herab. Irgendwas stört uns an diesen Gruppenreisen einfach, wir reden darüber und sind beide froh, morgen wieder unter uns zu sein. Man hat alleine vielmehr Freiheiten und lernt auch viel mehr Vietnamesen kennen. Wie dem auch sei, um 18 Uhr haben wir unsere Freiheit in Cat Ba Town für einen Abend wieder. Was für ein Glück, in der Stadt ist heute Abend ein großes Familienfest, viele, viele Kinder sind auf den Straßen. Lampen, Tische und wieder Plastikstühle überall am Steg dominieren das Nachtbild. Wir setzen uns auf diese winzigen Kinderstühle und trinken ein Bier (Tiger 15.000 Dong). Als wir später durch die Straßen laufen zeigen immer wieder Kinder auf mich und sind erstaunt von meiner Größe. Sie stellen sich neben mich und vergleichen, wie viele Köpfe ich größer bin als sie, dabei kichern und lachen sie. Die Durchschnittsgröße der Frauen hier ist 1,50m, die der Männer 1,60m. Wir gehen eine Seitenstraße entlang, an Internet Cafes, an kleinen Friseuren und Bars vorbei. Und schließlich finden wir abseits von Kindern, die gerne genauso groß wären wie ich, ein gemütliches, billiges und ursprüngliches Restaurant, welches klar zu unseren top3 Restaurant-Favoriten unserer Reise zählt. Nämlich das Huu Dung Restaurant (ist sogar im Lonely Planet sehe ich gerade). Dort bestellen wir, ausgehungert von den einfachen Gruppenspeisen, gleich mehrere Gerichte. Die Teller stellen wir in die Mitte und bedienen uns davon wie das die Einheimischen so machen. Das hervorragende Essen einschließlich vier Getränke kostet uns insgesamt 75.000 Dong (5$). Noch lange laufen wir durch die Straßen gehen sogar in die einzige Disko im Ort, dem Cat Ba Nightclub und trinken eine Cola für 10.000 Dong. (Seit unserem letzten Diskobesuch sind wir vorsichtiger mit unseren Getränken). Wir kommen früh ins Bett und lassen die Familien von Cat Ba Island in Ruhe und unter sich feiern. 6. Tag - Sonntag - 26. September 2004
Wie auch am Tag zuvor, frühstücken wir spärlich im No Boof Head. Wie auch an den Tagen zuvor fahren wir mit unserem Boot durch die klassischen Halong Bay Felsen. Wie auch am Tag zuvor springen wir von Deck ins Wasser und Baden. Wie auch am ersten Tag der Gruppenreise gehen wir ins gleiche Restaurant und bekommen das gleiche Essen in Halong City. Wie zuvor nehmen wir den gleichen Minibus zurück nach Hanoi. Um 17 Uhr erwartet uns unser Freund Hung in unserem Anh Sinh Hotel; wir müssen nicht mal unsere Pässe abgeben und bekommen wieder das gleiche Zimmer. Hung bringt uns gleich was zu trinken aufs Zimmer und ist, wie immer, sehr nett, will mir sogar seine Uhr ausleihen, weil ich keine habe und ständig nach der Zeit frage. Wir kümmern uns gleich um unsere Weiterreise, wir wollen nämlich schon morgen nach Hoi An fliegen. Hue lassen wir aus, da es sich anscheinend nicht lohnen solle, auch die gesamten kleinen Städte müssen wir aus Zeitgründen leider überfliegen. Der Hotelbesitzer sagt er kümmere sich um einen Flug und reserviere für uns. Endlich wieder auf uns allein gestellt sein und auf eigenen Füssen stehend, suchen wir uns draußen in der wilden Welt was zu essen, kein „backpacker hostel“, kein Touristenrestaurant. Nein, wir essen bei den "Locals", was sich jedes mal als eine große Herausforderung erweist, besonders wenn man Hunger hat. Es ist immerhin schon 20 Uhr, die Restaurants sind voll und wegen Fußballmeisterschaften auch ein beliebter Treffpunkt. Wir entscheiden uns für ein Straßenrestaurant und nehmen auf den bekannten Plastikstühlen Platz. Das Restaurant hat sogar eine englische Karte. Hier kann man wirklich alles bestellen: Frosch, Schweineherz, Schweinehirn, Hühnchenkrallen. Wir entscheiden uns dann für ein gewöhnliches „mixedrice with chicken and chillie“ und bekommen mit dem Essen auch gleich den Durchfall für die nächsten Tage geliefert. Unseren letzten Abend in Hanoi verbringen wir nun damit, durch die nächtlichen warmen Straßen zu laufen. Wie so viele andere laufen wir einmal um den See, beobachten Leute und Kinder beim Spielen, Liebespaare schmusen auf den Bänken und hier und da ein Dicker aus dem Westen mit einer schönen Asiatin. Gleich am See westlich ist eine Disko, deren Name ich mir nicht merken konnte. Wir sitzen an der Bar, ein Tanzunterhaltungsprogramm mit lautem Technosound dröhnt uns entgegen. Auch hier sind keine Touristen, das Personal ist sehr unfreundlich zu uns und nur die Chefin spricht Englisch. Hier gibt’s auch, wie so oft in Vietnam, genau so viel Personal wie Gäste. Wir beobachten, wie eine junge Bedienung einen Matrosen abfüllt und so tut als würde sie mittrinken, spuckt jedoch aber jedes mal mit gespieltem Ekel, die Flüssigkeit wieder zurück in ihr Glas. (Bier 35.000 Dong, Whiskey : 65.000 Dong.) Das Highlight an diesem langen Tage war eigentlich die Abschiedsparty von unserem Hotel an der Hotelbar. Die Hotelcrew spendierte uns Bier, Früchte und Cocktails. Nur Hung sprach Englisch, die Cocktailmixerin Hue und zwei weitere Hotelangestellte haben uns ihre Sprache beigebracht. Wir lernen die Worte für Nein, Ja, Deutschland, Danke, Hallo, usw. Und den Satz „Em depp lam“ = „Du siehst gut aus“. Es war echt ein großer Spaß, ihre Phoneme nachzubilden. Sie haben zum Beispiel einen Klang, bei dem man die Backen mit Luft füllt und unmittelbar bevor man die Lippen schließt, drückt man einen Stöhner raus, dieses bedeutet dann „gut". Ich bezweifle, dass ich diese Mundakrobatik in der entsprechenden Situation passend hinbekomme. Für Hung’s Mühen schenke ich ihm mein Taschenmesser. Ich glaube er freut sich sehr. Wir freuen uns auch sehr über die netten Hotelleute und hatten ein schönes Abschiedsfest und eine schöne Erinnerung an Hanoi, obwohl wir hier keine einzige Sehenswürdigkeit besucht haben und uns nicht mal dafür schämen.
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