7. Tag - Montag - 27. September 2004

Um 10 Uhr stehen wir auf, um mit unserem Hotelbesitzer über den versprochenen Flug zu reden, er sagt, dass wir leider keinen Flug mehr bekommen haben, ausgebucht, wir sollen doch einen Zug nehmen, er hat Tickets dafür. Wir wissen nicht, was wir tun sollen und frühstücken erst mal einen „Veggie-Burger“. Zweifel sind stets gegenwärtig. Spricht er die Wahrheit? Hat er Recht? Können wir ihm vertrauen? Hat er einen großen Vorteil, wenn wir einen Tag länger bleiben? Da uns der Hotelbesitzer irgendwie trotz Dauerlächeln von Anfang an unsympathisch ist, sind wir skeptisch und wollen das mit dem Flug sicherheitshalber noch mal an einer anderen Quelle nachforschen. Nicht weit, nur einige Straßen östlich, finden wir ein Büro, das Vietnam Airlines Tickets verkauft. Der Preis ist überall ungefähr gleich. Und siehe da! Kaum zu glauben, aber es hat noch Tickets für Flüge nach Danang für heute. Wir kratzen unsere Dollars zusammen und zahlen jeweils 53$ (825.000 Dong).  Wir packen unsere Taschen und checken aus, wieder will uns der doofe Chef ein Taxi zum Flughafen für 100.000 Dong besorgen oder wenigstens zur Minibusstation für 40.000 Dong. Wir lehnen ab und nehmen ein reguläres Taxi für 22.000 Dong zur Minibusstation und von da aus mit dem Bus für 1 oder 2 $ weiter zum Flughafen.

Welch tolle Erfindung, wir fliegen 1 Stunde südlich über Vietnam nach Danang. Gerade mal genug Zeit, um kurze unleserliche Einträge in mein Tagebuch zu schreiben und Hoi An im Reiseführer zu studieren. Die relaxende Zeit im fast vollen pünktlichen mahlzeitunterstütztenden Flieger geht zu schnell vorbei. Es sei an alle gedacht, die die Strecke mit dem Zug 16 Stunden lang ertrugen und die „hardsleeper“ Lösung wählten. Es gibt nämlich hard- und softsleeper Abteile in Zügen, habe ich mir sagen lassen mit dem Unterschied, ob man auf einer Matratze schläft oder auf bedecktem Holz…

Vor dem Flughafen in Danang:

Es ist schon dunkel und spät, nur noch eine Gang Taxifahrer ist versammelt und wartet auf die letzten Touristen: Pat und ich. Es lässt sich schlecht verhandeln, wenn sie alle zusammenhalten und wenn nur einer in der Gruppe Englisch spricht, deshalb können wir die 10 $ Grenze nicht unterbieten. OK. für 30 km, eigentlich ein Schnäppchen für deutsche Verhältnisse

Er fährt uns durch die vollen Straßen direkt zu unserem Hotel. Ein Hotel welches andere Reisende uns empfohlen hatten und zwar das  Than Van Hotel, unser exklusivstes und zugleich teuerstes Hotel der Reise mit 13 $ pro Nacht, ohne AirCon, aber dafür mit Swimmingpool. ( Foto ) Wir haben das Glück heute anzukommen, denn die mondsüchtige Bevölkerung Asiens begeht einen Mondkalenderfeiertag. Die Straßen sind voll von lärmenden lachenden Leuten. Eine Szene wie sie oft in Actionfilmen vorkommt, wenn der Held durch die chaotische Masse hetzt und in einer Verfolgungsjagd verwickelt ist.

Menschen, meist Kinder (vielleicht wirken sie auch nur so), sind verkleidet und bilden paarweise einen Drachen, der sich tanzend bewegt zu dem immer wilder werdenden Trommelschlägen anderer.  Wir sind mitten im Gewühl, gehen durch dunkle Gassen und suchen in den von Lampions beleuchteten Straßen etwas Essbares.  Normalerweise muss man in Asien aufpassen, wenn auf einer Speisekarte das Wort „Spezialität" steht, denn dies könnte etwas zu „speziell" für den Einen oder Anderen werden. In Hoi An jedenfalls gibt es einige tolle essenswerte Spezialitäten, die es nur hier gibt, eine davon nennt sich White Roses ( Foto ). Fleisch und Gemüse kunstvoll gewickelt in Reispapier, schmeckt etwas glibberig, aber gut. An einem Supermarkt nehmen wir uns  noch Chips und Bier für 44.000 Dong mit, morgen wird ein harter Tag für uns, EIN KULTURTAG !

 
8. Tag - Dienstag - 28. September 2004

Heute wollen wir richtig früh aufstehen. Da es regnet, gehen wir aber erst um 10 Uhr aus dem Hotel. Die Sehenswürdigkeiten von  Hoi An stehen auf dem Plan.

Zuerst einmal ein paar Infos über Hoi An:

Im 16. und 17. Jahrhundert war Hoi An und sein Hafen das internationale Handelszentrum Süd-Vietnams. Viele ausländische Kaufleute kamen hier an Land und  blieben 4 bis 5 Monate in der Stadt. Handelsleute aus Japan, China, Holland und Indien bauten sich hier ihre eigenen Handelsviertel auf und siedelten an. Die Altstadt von Hoi An beinhaltet die verschiedensten architektonischen Denkmäler in Form von Wohnhäusern, Versammlungshallen, Tempeln, Gedenkstätten,  Brücken und Brunnen. Nicht zu vergessen der historische Hafen, derMarkt und die Tradition, die sich in jedem Winkel der Straßen widerspiegelt.

Obwohl Hoi An einst eine große Handelsstadt war, ist sie dennoch sehr klein und gemütlich, hat einzigartiges Flair in Vietnam und ist nicht ohne Grund der Lieblingsort vieler Touristen.

Doch bevor man sich die Kultur ansehen kann, ist es erst erforderlich ein Ticket für 5 Dollar (75.000 Dong) zu erstehen. Erhältlich sind diese „Combi-Tickets“ in verschiedenen „Ticket Stalls“ z.B. in der „Le Loi“ Straße. An einem Ticket  sind fünf abtrennbereite Schnipsel angebracht, die beim Eintritt der folgenden Sehenswürdigkeiten abzugeben sind, wobei 1 Schnipsel für mehrere „Locations“ steht. Das heißt, man muss sich entscheiden:

  • Eintritt zu einem der 3 Museen
  • Eintritt zu einem der traditionellen Wohnhäuser
  • Eintritt zu einer der 3 Versammlungshallen
  • Eintritt zur Japanische Brücke oder zum Quan Cong Temple
  • Eintritt zum traditionellen Konzert

Es sei noch gesagt, dass die Kontrollen nicht so streng sind und manchmal nicht kontrolliert wird. Nach dem wir das nun begriffen haben, kann es losgehen. Wir entscheiden uns erst für das Tran Family’s Chapel, gleich in der Nähe. Diese 200 Jahre alte Kapelle wurde einst von Chinesen gebaut und von den Ahnen seit je her unterstützt. Man fühlt sich etwas wie ein Eindringling, läuft man durch das Tor; durch den Garten auf das dunkle Haus zu. Wir schauen durch die Gitter und es kommt uns schon eine sehr kleine Frau entgegen und bittet uns rein. Fragt uns, woher wir kommen und gibt uns ein Stück Papier, auf dem in Deutsch Informationen über das Haus geschrieben stehen. Wir lesen, dass sich der Altar des Hauses hinter einer hohen Türschwelle befindet und man gezwungen wird zu Boden zu schauen. Der Symbolismus der Asiatischen Kultur ist so gewaltig, so auch in diesem Haus bringen viele Dinge Glück. Zum Beispiel die Nabelschnüre der Babys, die hinter dem Haus im Garten begraben liegen.

Sobald ich unseren Guide etwas frage, kann sie leider nicht antworten, da ihr Englisch zu schlecht ist, sie zeigt nur auf den Zettel. Und manchmal, wenn sie uns durch das Haus  führt, gibt sie einen auswendig gelernten Satz von sich. Ihre Kolleginnen oder Verwandte schlafen hier und da auf dem kühlen Fußboden. Und in jedem zweiten Raum taucht ein Souvenir Bereich auf.

Noch halten wir die Mittagshitze aus und gehen weiter zur Chinese All-Community Assembly Hall und danach zur Assembly Hall of the Fujian Chinese Congregation.  Kennt man sich nicht so aus in der asiatischen Architektur, sehen diese Versammlungssäle sehr ähnlich aus und sie wirken verlassen (wahrscheinlich wegen der Mittagszeit). Es gibt Torbögen, dann einen Innenhof, einen Eingang zum Tempel selbst. Der Tempel ist voll gestellt von goldenen Statuen und Figuren, die mit einer PVC Folie abgedeckt sind oder hinter einer Vitrine stehen. Auch der Quan Cong Tempel steht auf unserem Fotografier-Plan.

Wir kommen an einer Weberei-Fabrik vorbei und schleichen uns durch ein rostiges Tor zu den durch Riemen angetriebenen, hölzern, hämmernden Webmaschinen. Frauen mit Mundschutz und Pyjama ähnlicher Kleidung, stehen hier und da an den wild um sich schlagenden Maschinen. Es stört sie nicht, wenn wir durch die offene Tür schauen. (Oh, habe ich einen guten Job !)

Ein bunter Kontrast dazu ist der Markt. Hier gibt’s viel Obst zu kaufen, aber auch Souvenirs, wie Essstäbchen und Kleidung. ( Foto )( Foto )

Auch der Hafen wirkt eigentlich sehr klein und überschaubar. Wie sollen hier große Schiffe angelegt haben, frage ich mich.  Um 15 Uhr, wir beeilen uns, verlaufen uns, und kommen schließlich doch noch rechtzeitig zum traditionellen Konzert. Hier spielt uns eine 6 Mann Band in vietnamesischer Seidentracht, instrumentale Stücke vor. Auch eine tänzerische Einlage, dargeboten von drei Frauen, bringt uns die musische Geschichte näher. Es war akustisch interessant und die Sitzpause tut uns gut.

Ein indirekter Weg zur Japanischen Brücke beendet unsere Tour. ( Foto ) Auf der Brücke befindet sich ein Tempel, der einfach nur ein kleiner Raum ist, hier werden wir nicht mal nach unserem Ticket gefragt. Die kleine Brücke wurde 1593 erbaut von der (na, wem schon?) der japanischen Gesellschaft mit der Absicht, das chinesische Viertel mit dem ihren zu verbinden. Diese anscheinend erdbebensichere solide Brücke ist noch weitgehend belassen wie sie einmal war, obwohl schon viele dran rumgebaut haben, sogar die Franzosen. Sie haben die Brücke bearbeitet, damit man besser mit den Motorrädern rüber kommt und wer sich auskennt, kann die multikulturelle Herkunft sicherlich erkennen, ich nicht.

Auch den Rest des Tages beschäftigten wir uns damit, jeden Meter der Altstadt zu erlaufen. Oft hat man das Gefühl, man befindet sich in einer Wild-Westernstadt. Die Holz-Häuser sehen aus wie Spelunken und die kleinen, für Vietnam unbefahrenen Straßen, erzeugen ein wirklich einmaliges Flair ( Foto )( Foto )( Foto ). Abends gehen wir noch schnell am Supermarkt vorbei, um teure „Pringlers-Chips“ und was zu trinken zu kaufen und ziehen uns dann müde in unser Hotelzimmer zurück.

 
9. Tag - Mittwoch - 29. September 2004

Unser Tag heute beginnt um 7:30 Uhr und sollte ein entspannter werden, doch leider fühle ich mich nicht 100%ig fit, da ich Diarrhöe (gefällt mir dieses Wort und es soll keiner sagen, dass ich nicht auch ein oder zwei Fremdwörter drauf habe) habe und entsprechende Tabletten nehme. (Gruß an Pats Freundin an dieser Stelle, die Apothekerin.)  Wir frühstücken im Hotel und leihen anstelle eines Fahrrads, wie eigentlich geplant, den Umständen entsprechend, lieber ein Mofa aus für 4 $ / Tag, um einen Ausflug zum Strand zu unternehmen. Wir sind etwas nervös, zum ersten Mal mit einem Mofa in Vietnam unterwegs zu sein, der Verkehr, die frisierte Beschleunigung, die Kippschaltung und vor allem, der Verkehr! Eigentlich ist Pat nervös, er fährt nämlich, für mich ist das verdammt cool hinten drauf zu sitzen und ohne Helm durch den wirklich heißen Sommerwind zu brausen. Es geht einfach nur die Straße gerade aus entlang zum Cua Dai Beach, der 5 km entfernt ist. Unterwegs fahren zwei Frauen neben uns mit ihrem Mofa und fragen, ob wir nicht mitkommen wollen, sie fahren zu einem anderen, schöneren Strand, der aber 15 km entfernt ist. Mein Fahrer, der sichtlich konzentriert ist, lehnt ab, ist zu weit fürs Erste. Natürlich hätte das auch ein Gaunertrick sein können, aber wer uns kennt, weiß, dass wir gerne naiv sind.

Schon sind wir am Strand, halten noch nicht an und fahren weiter die Straße an der Küste entlang, die bald zur Schotterpiste wird. Es fiel mir überall in Vietnam auf, hier wird stark in die Touristenbranche investiert. Überall an der Straße werden gerade große Hotels gebaut, momentan ist noch keines fertig, aber wer diesen Reisebericht in 2 Jahren liest, weiß, wovon ich rede.

Wir halten an und stellen unser Mofa ab. Leute, die in Hängematten herumlungern, sagen, dass sie auf unser Mofa aufpassen, auch das hätte ein Gaunertrick sein können, war’s aber nicht. Der Strand an diesem heißen Tag ist wirklich heiß, so toll, wie man sich einen Strand in Südost-Asien  erträumt. ( Foto ) Wir sind fast allein, nehmen Unterschlupf vor den Strahlen unter einem Bambusdach. Dies war der schönste Strand der Reise, absolut relaxend und ruhig, im feinsten Sand und mit traumhaft schmeichelnden Wellen des Meeres, die leise ans Ufer klopfen und den trockenen Boden befeuchten.

Wir sind im Paradies gelandet und der Lonely Planet hat diesen Strand nur in einem Nebensatz erwähnt!

Hin und wieder kommen Strandverkäuferinnen vorbei, die dick angezogen sind wie wir im Winter, mit Hut, Handschuhen und mehreren Hemden übereinander. Sie tun alles, um nicht braun zu werden und sie verkaufen Zigaretten, Wasser, Schmuck, Holzsouvenirs und Früchte. Wir kaufen uns eine Ananas für 1 $. Müde vom Spiel mit den Wellen ziehen wir uns mit unserem Motorbike zurück, um noch eine Spritztour zu unternehmen und aufs Land zu fahren.

Die Straße ist gut befahrbar und durchbricht satte grüne Felder, auf denen Bauern mit konischen Hüten ihre tägliche Arbeit vollbringen. Schlängelnde Flüsse und einsame Palmen geben den sonst flachen Nassreisfeldern eine kleine Unebenheit.

In der Natur allein gelassene Rinder fressen ohne Hektik ihr Gras, als müssten sie an der Idylle teilnehmen und uns zeigen, wie schön Vietnam ist.

Wir kehren nach 10 km um, da die Straße immer schlechter wird und immer größere Verkehrsteilnehmer uns Staub ins Gesicht wirbeln. Auf dem Rückweg kommen wir an einem Markt vorbei und halten 2 km weiter an einem Restaurant, in dem wohl sonst nie Touristen sind und kaufen für 10.000 Dong  (0,70 $) 2 Cola Flaschen. Anschließend fragt Pat, wo die Toilette ist, anstatt zu antworten in der üblichen Zeichensprache, kichern und diskutieren die Jungs untereinander, bis schließlich einer sagt, „no toilette“ und freundlich auf den See weiter unten zeigt.

Die Spritztour geht zu ende, die Nacht zeigt sich uns und wir geben unseren motorisierten Freund ab und Pat, mein Fahrer, bekommt leider kein Trinkgeld von mir.

Abends haben wird ein sehr tolles Restaurant gefunden, gleich an der Promenade, nähe der Japanischen Brücke, das Blue River. Wir verbringen den ganzen Abend hier. Das Essen schmeckt hervorragend und einschließlich einiger Drinks zahlen wir nur 7 $. Wir lernen den Familienbetrieb kennen und Binh, die jüngste Tochter der Familie, sie steht jeden Abend mit einer Speisekarte an der Straße und motiviert Hungrige durch ihre charmante, süße und liebe Art in das Restaurant zu gehen.

Das Restaurant ist in Vietnam auch immer zugleich Wohnung und der Gang zur Toilette lässt meist auch Einblicke in die Küche und in das Schlafzimmer zu. Die Gästetoilette ist selbstverständlich auch zugleich ihre eigene.

Binh hat noch 5 Geschwister, die wir alle kennenlernen. Wie oft in Asien, müssen auch hier für mehr als 2 Kinder Steuern bezahlt werden. Es ist ein schöner Abend mit Binh, die uns unterhält, weil wir die einzigen Gäste sind. Sie bringt uns vietnamesisch bei und wir ihr Englisch. „Muhr“ ausgesprochen heißt z.B.  „Regen“. Und wenn es regnet, werden alle nervös, so wie auch just in diesem Augenblick, es geht ganz schnell, alle schreien „muhr, muhr“ und räumen in Sekundenschnelle alle im Freien aufgestellten Tisch ab, um sie vor dem Tropenregen zu schützen. Nach wenigen Minuten ist dann schon wieder alles vorbei, die Straßen sind leer und sauber. Ein guter Augenblick, um Federball zu spielen, ein beliebter Sport in Vietnam. Und so spielt Pat mit Binh Federball in der Nacht, während mir eine Kakerlake von der Decke auf die Schulter fällt, aber das ist wieder eine andere Geschichte….

Dies war ein schöner Tag für uns. Ich schildere diesen unwichtigen Tag, der keine Informationen bieten, dennoch diese Sachen ganz allein sind es wert Vietnam zu besuchen.

 
10. Tag - Donnerstag - 30. September 2004

Wir schlafen gemütlich aus, um in der Mittagshitze einkaufen zu gehen. Und Hoi An ist das Einkaufsparadies schlechthin. Sogar wir sind dem Kaufrausch verfallen. Jede Frau wird es lieben in die unendlich vielen Läden zu schauen, die alle so aussehen wie auf dem ( Foto ).

Viele Geschäfte sind zugleich auch Schneidereien, mit gestapelten Stoffen. Baumwolle, Kaschmir, Jeans oder Kord sind in unterschiedlichsten Farben und Qualitäten erhältlich.  So auch wir, haben uns entschieden, uns einen maßgeschneiderten Anzug machen zu lassen. Wahllos sind wir in irgendeinen Laden gegangen, es gibt einfach zu viele davon, um alle Stoffe und Preise zu vergleichen. Wir entscheiden uns für die Schneiderei Bao Bao Cloth Shop gleich links neben dem Tan Tan Cafe. Wir bekommen einen Platz an einem Tisch angeboten und vor uns werden drei dicke („Quelle“ ähnliche) Kataloge gestapelt. Ich bin mir echt unsicher, da ich nicht glaube, dass die Qualität mich zufrieden stellt und dass ich den Anzug im Rucksack knitterfrei und unzerstört nach Hause bekomme. Zuerst wollen wir uns für den ersten Test eine Hose machen lassen. Pat entscheidet sich nach dem Abmessen für eine braune Kord Hose und ich mich für eine graue Kaschmir Hose für jeweils 10 $. Wir ahnten es nicht, aber die beiden Hosen werden ein fester Bestandteil unserer Abendgarderobe der weiteren Reise.

Wir werden zum Anprobieren abends eingeladen. Für mich, in meiner Größe, ist es oft schwierig, Hosen zu finden, umso erstaunter war ich, als ich die fertige Hose anprobierte - sie passte, als würde sie zu mir gehören. Ein merkwürdig angenehmes Gefühl, was uns beide dazu anregt, nach dem Anprobieren gleich noch einen Anzug machen zu lassen. Ich entscheide mich für einen Schnitt aus dem Katalog und für einen hellbraunen Stoff. Die Jacke kostet 25$, weil Kaschmir, es gibt aber auch preiswertere Stoffe und wenn man handelt, kann man den Preis wahrscheinlich noch drücken, da sie echt angewiesen sind auf Kunden und bei der Konkurrenz nur selten welche haben. Als ich den Anzug dann später hole, bin ich zufrieden und für das Geld kann man sich nicht beschweren, aber die Qualität ist wirklich schlecht, was man eigentlich erst zu hause feststellt. Die nicht dezenten Kreidestriche des Schneiders sind noch aufgezeichnet und gehen fast nicht mehr raus. Das Schulterpolster ist nicht so stabil und verrutscht hin und wieder, die Knöpfe mussten alle noch mal nachgenäht werden. Aber Hallo, ein maßgeschneiderter Anzug für 35$!

Dann kaufe ich mir noch eine Vietnam-Schirmmütze für 1 $, ein schwarzes Seidenhemd mit roten chinesischen Schriftzeichen und einen Seidenschlafsack für 9$ beides.

Neben Kleidung kannst Du auch Gemälde und andere Kunstgegenstände kaufen. Es gibt tolle Galerien mit Bildern in allen Größen. Preise ab 3$ bis 500$ und mehr. Man erkennt die Rucksacktouristen, die schon in Hoi An waren daran, dass sie eine Rolle mit eingewickeltem Bild im Rucksack stecken haben. 

Auch Deinen Buchvorrat kannst du hier mit ein paar günstigen Kopien erweitern. Für 40.000 Dong bis 65.000 Dong gehört dir der kopierte Roman oder das gebrauchte ehemals eingetauschte Buch eines Urlaubers. Auch Lonely Planet Reiseführer aller Länder findet man hier, wie aber auch in Saigon und Hanoi.

Das Shoppen ist sehr anstrengend für uns, weil wir Männer sind und weil es auch wieder richtig heiß ist.

Wir gehen wieder ins Blue River und besuchen Binh, die sich sehr freut uns zu sehen. Wir wollen später noch mal zum Strand fahren und fragen zum Spaß ob sie mit will. Sie sagt ja.

Später. Wir leihen uns also 2 Maschinen aus und ich fahre zum ersten Mal Moped. Als sie uns beide kommen sieht, möchte sie aber lieber selber fahren und Pat ist wieder mein Fahrer.  Die Mutter hat nichts dagegen, was mich wundert, aber sie mag uns, erzählt Binh. Wir fahren also wieder zum Strand mit unserer Begleitung und fahren diesmal nicht am Strand entlang sondern halten gleich an der ersten Möglichkeit.  Ins Wasser möchte sie nicht, da sie auf keinen Fall braun werden will, ihre Mutter hat es ihr verboten. Im Gegensatz zu unserer Kultur erinnert braune Hautfarbe an Feldarbeiter und Strandverkäufer. Leute mit guten Jobs bleiben drinnen umgeben von Klimaanlagen. Ein paar Einheimische sprechen sie blöd an, halten sie für eine Prostituierte. Binh sieht das alles sehr locker, unterhält sich mit allen auf sehr freundliche Art. Strandverkäufer versammeln sich bei uns und eine alte Frau ohne Zähne verkauft die üblichen Sachen: Zigaretten, Kaugummis, einen Volleyball, usw.. Binh unterhält sich mit ihr und es ist immer wieder schön anzuschauen, wie offen die Leute hier sind, wie man ständig das Gefühl hat, dass sie sich alle kennen. Sie sind so freundlich und lachen sehr herzlich, machen Späße und sehen die Welt, wie sie ist, ganz unverkrampft und rein.

Binh erzählt uns ihren Tagesablauf, dass sie morgens immer hier schwimmen geht um 5 Uhr, jeden Tag! Danach geht sie zur Schule und später zum Klavierunterricht und abends von 19 Uhr bis 2 Uhr arbeitet sie in der Kneipe.  Das Wort Freizeit und Hobby ist hier ein Fremdwort.

Wir bringen sie zurück, sehen sie ja später wieder beim Abendessen.

 
11. Tag - Freitag - 1. Oktober 2004

Heute regnet es. Lange geschlafen. Essen. Shopping.

 
12. Tag - Samstag - 2. Oktober 2004

Es war schön, aber wir müssen weiter und bereuen auch nicht 5 Tage in Hoi An geblieben zu sein. Und heute wird es wieder regnen wie es aussieht, scheint als hätten wir Glück mit dem Wetter gehabt.

Wir haben uns ein Bus Ticket nach Nha Trang besorgt.

 
Kleine Entfernungstabelle:

760km Hoi An - Hanoi

130km Hoi An - Hue

740km Hoi An - Mui Ne

950km Hoi An - Saigon

550km Hoi An - Nha Trang

Ein Ticket zu besorgen war kein Thema. Es gibt viele Reisebüros, in denen die verschiedensten Tickets für ca. 10$ verkauft werden. Die Preise schwanken um ein paar $, auch die Fahrtdauer weicht um ein paar Stunden ab und auf den gezeigten Fotos werden mal große, mal kleine Busse abgebildet. Sich hier zu entscheiden ist schwer, denn in Wirklichkeit hat man keinen Einfluss auf den Bus. Die Reisebüros und Busgesellschaften arbeiten alle zusammen und man wird schließlich irgendwo hineingesetzt. Das heißt, man kann Pech haben und hat mehr bezahlt, obwohl es der gleiche Bus ist, wo andere weniger bezahlt haben und die angegebene Fahrzeit wird immer viel zu positiv geschätzt, denn der Bus ist letztendlich da, wenn er da ist.

Wir kaufen das Ticket in unserem Hotel, hier checken wir aus, stellen unser Gepäck an die Rezeption und schreiben Postkarten, um die Wartezeiten zu verkürzen oder erledigen die letzten Sachen (Anzug abholen, Memory Sticks abgeben und auf CD brennen etc). Um 18:30 Uhr soll der Bus kommen und um 19:45 Uhr wurden wir endlich von einem nicht ganz besetzten Bus abgeholt.

Wir haben ja schon viel gelesen über die schlechten Strassen in Vietnam und freuen uns gar nicht auf die Fahrt. Zum Glück hat jeder zwei Sitze, und so kann ich vielleicht schlafen in den versprochenen 10 Stunden Fahrt (es wurden aber 12 h).

Ich versuche noch in meinem Buch zu lesen, um nicht auf die Straße blicken zu müssen, sie ist geteert und eigentlich in sehr gutem Zustand, das erste Stück kennen wir schon von unserem Motorbike-Ausflug. Es sind eher die Ausweich- und Bremsmanöver, die mich fast vom Sitz holen und das Hupen, das sich wie ein Warnsignal ins Unterbewusstsein bohrt.

Als ich schließlich auch nicht mehr mit der Taschenlampe lesen kann, lege ich mich auch zum Schlafen hin.

Ich wache auf, da der Bus so schaukelt, als wäre ich auf einem Schiff. Wir fahren auf dem Land, was so weit wie das Meer wirkt. Es ist alles stockdunkel und nur Laternen, auf Bambusstangen gebunden, begrenzen die Straße, die schließlich zu einer Sandstrasse wird. Der Bus quietscht und schaukelt sich über die Berge, als wären es Wellen. Mit verschlafenen Augen wirkt die Landschaft umso bizarrer. Oft sieht man keine Straße im Lichtkegel und denkt, die Straße sei weg, bis es plötzlich wieder kracht, der Bus nach einem Sprung landet und man die Straße doch wieder für einen Augenblick sieht.

Manchmal schlagen starke Stöße, da bei der Geschwindigkeit die Stoßdämpfer nicht alle Schlaglöcher ausfedern können. Ich schlafe weiter so gut es geht.

Ich werde wieder wach, als wir mitten im Nirgendwo an einem Restaurant halten. Vietnamesen sitzen am Tisch und spielen Karten. Kinder sind um 23 Uhr noch wach und warten auf die vorbeikommenden Touristen und müssen Kaugummis verkaufen. Die Toiletten sind voller Mücken und anderer Insekten, ich kann mich einfach nicht überwinden in eine Kabine zu gehen. Es geht weiter und ich bin so froh, wenn ich sehe, wie es endlich hell wird, ich kann nicht mehr sitzen, will endlich da sein. 

 
13. Tag - Sonntag - 3. Oktober 2004

Nachdem Genießen des Sonnenaufgangs mit Blick aufs Meer und Felsklippen, kommen wir um 8 Uhr endlich an. Der Bus bringt uns zu zwei Hotels als „Vorschlag“. Die Hotels waren auch im Lonely Planet, doch wir bleiben bis zur Endhaltstelle sitzen, dem TM. Brothers Cafe. In Hoi An sind wir auf den Geschmack gekommen zu handeln und so nehmen wir uns fest vor, ein Hotelzimmer für 5$ zu suchen. Und wir werden fündig, schauen uns das Sun -, das Blue Star- und das Bang Khuong Hotel an, aber entscheiden uns für das Sao Mai, obwohl für 5$ kein „Hot Shower“ und kein „Satellite TV“ drin ist.

Was schreibt der Reiseführer über Nha Trang?

Nha Trang mit 315.200 Einwohnern hat den beliebtesten städtischen Strand in ganz Vietnam. Es gibt noch keine Touristen Clubs a la Club Med, aber die Stadt wächst schnell zu der Sun and Fun Location in Vietnam.

Nha Trang ist ein Platz um Party zu haben und verfügt über unglaublichen Service am Strand: Mittagessen, kaltes Bier, Massage etc. Das saubere Wasser, wie es in Touristen Magazinen angeboten wird, findet man hier und es lädt zum Schnorcheln, Tauchen und zu vielen Bootsausflügen ein.

Nach einem Nickerchen, laufen wir los und schauen uns die Stadt an. Die großen Straßen sind im Vergleich zu Hoi An richtig groß und ausnahmslos ohne Flair. Zu Hoi An ist hier wirklich alles ohne Flair. Wir hatten es uns hier anders vorgestellt, wie man sich ständig alles anders vorstellt. Da ist El Arenal auf Mallorca oder Kuta auf Bali viel gemütlicher und kleiner. Der Strand ist verlassen, das Wasser ist sehr aufgewühlt, trüb und wild, der Sand ist lange nicht so fein wie der in Hoi An. Es muss einfach an der Saison liegen. Wir erkundigen uns über Schnorchelausflüge, wollen es selber organisieren, lassen es aber, da es einfach teurer wird. Wir müssten dazu echt früh aufstehen und zum Hafen fahren per Taxi und dort jemand mit Boot anheuern, dann brauchen wir noch die Ausrüstung usw. Letztendlich waren wir gar nicht Schnorcheln, weil wir ein deutsches Pärchen trafen, die uns das abgeraten haben, da man anscheinend kaum Fische sieht und das Wasser wegen der Regenzeit nicht klar war. (Weiter später auf der Reise trafen wir auch andere, die das Gegenteil behaupteten.)

Was uns wirklich gut hier gefällt, sind die vielen guten Restaurants und Bars. Mit Western Food und täglichen Film Nächten: „Same Same Bar“,  „Why Not Bar“ oder „Cheers Cafe“.

 
Das Nachtleben:

Wir gehen ins Lodge-Hotel, dort ist eine Disko im Keller. Draußen regnet es in Strömen und wir flüchten dorthin, müssen keinen Eintritt zahlen, aber erfrieren fast wegen der (nach unserem Empfinden) falsch justierten Klimaanlage. Eine normale Disko, es sind nur Einheimische hier, keine Touristen und die Preise sind relativ teuer. Ich frage mich wie die sich das leisten können, weil schon wieder alle Cognac trinken. Nun ja, wir bleiben bei Bier  (55.000 Dong).

Weiter später an diesem Abend sitzen wir nicht mehr an unserem Tisch. Pat tanzt und ich stehe bei ein paar Frauen, so alt wie wir oder älter. Ich komme mit ihnen ins Gespräch, sie können kaum Englisch und es ist zudem noch sehr laut. Ich sehe, dass sie wirklich die gleichen Preise in der Speisekarte wie wir haben und so ist es. Trotz niedriger Preise und Armut gibt es auch viele „Reiche“, die hier leben, die unverhältnismäßig viel verdienen. Um 24 Uhr gehen wir, der Laden macht zu und wir waren am Schluss fast die einzigen Gäste. Es regnet immer noch in Strömen. (Soviel zur „Sun and Fun Location“) Zusammen mit den neuen Bekannten, vier Frauen und einem „Ladyboy“ nehmen wir uns einen Taxi-Bus und fahren ein paar hundert Meter weiter zum Sailing Club. Ein überdachter Club am Strand, mit Bar, Swimmingpool und Tauchschule und abends diese Party ausschließlich für Touristen. Die Stimmung ist gut. Wir sitzen an einem runden Tisch und werden zu Bier eingeladen.

Um 1 Uhr gehen unsere Bekannten und wir haben am nächsten Morgen eine Verabredung mit zwei von ihnen um 10 Uhr morgens. Wir hängen noch an der Bar rum, rauchen und trinken und reden mit anderen Touristen.

 
14. Tag - Montag - 4. Oktober 2004

Wir sind schwer angeschlagen und kommen nicht leicht aus dem Bett, schleppen uns mit Kopfschmerzen zum Frühstück und anschließend um 10 Uhr zum Treffpunkt. Wir hoffen sehr, dass niemand da ist, wollen lieber wieder ins Bett gehen. Es ist auch so sehr hell. Aber versprochen ist versprochen und sie waren da. Ich weiß leider die Namen nicht mehr und habe nach dem 100sten mal Nachfragen aufgegeben, mir die Namen zu merken. Zwei Frauen von gestern abend warten mit Motorbikes im Schatten einer Palme auf uns. Wieder sehr glücklich, Pat dabei zu haben, fahren wir zu zweit mit dem Motorbike hinterher, um bei einer Freundin (zum 2. Mal) zu frühstücken. In einer dunklen Gasse biegen wir ab und betreten das große Haus. Das geschmacklos eingerichtete Wohnzimmer, mit für mich verdammt niedriger Decke  besteht aus einer Sofaecke aus schwarzem Leder, einem schwarz-weiß gekachelten Fußboden und zwei Bildern; auf einem ist eine Frau mit altmodischen Fitnessanzug abgebildet, die gerade auf einem „Stepper“ steht auf dem anderen ist Axel Rose. Ist die Zeit hier stehen geblieben ??? Verdammt? Willkommen im 20 Jahrhundert.

Sie sind sehr gastfreundschaftlich und sauber gekleidet. Manchmal ist es trotzdem schwer sich zu unterhalten, denn nur eine der nun anwesenden vier Frauen kann Englisch (nachfolgend Gucci genannt, da sie ein Gucci T-Shirt trägt). Sie reden viel untereinander, ich wüsste zu gern was. Ich glaube sie fragen sich  was sie nun mit uns machen sollen. „Gucci“ hat sich extra frei genommen wegen uns. Sie hat einen eigenen Laden und muss nicht anwesend sein, erzählt sie uns. Sie geben sich echt Mühe. Ich hole meinen Lonely Planet raus und zeige auf Sehenswürdigkeiten, doch sie sind alle zu weit weg, um mal schnell mit dem Motorbike hinzufahren, wie sich später heraus stellte.

Zum Frühstück gibt’s übrigens Tee mit Eis, weiches Baguette Brot mit Spiegelei, Soja und Chili.  Nachdem wir nun endlich aufbrechen, fahren wir (Pat und ich jeweils bei ihnen hinten drauf) immer der Küste entlang. Sie verhüllen sich vor der heißen Sonne und sehen echt witzig aus ( Foto ). Unsere gemütliche Fahrt bringt uns an Palmen Promenaden und grünem Meer vorbei ( Foto ). Wir biegen ab und sobald die Stadt hinter uns liegt, wird es ruhiger, kein Verkehr mehr, hier und da sind kleine Hütten oder Dörfer, dann Felsen und Berge. Und schließlich eine riesige Baustelle auf unserer Rechten, auch hier entstehen gigantische neue Hotelanlagen, kilometerlang. Dann wieder „Muhr“ = Regen, wir halten an, stellen uns unter eine Plane. Wir blödeln etwas rum und brechen dann wieder stadteinwärts auf.

 

Auf dem Rückweg besuchen wir den Tempel Po Nagar Cham Towers. Die Mädels beten, wir schauen uns die verschiedenen Türme an. In einem dieser Türme steht ein Mönch mit einem Gong. Der kreisrunde schwarze hohe Raum in dem wir uns befinden, spielt mit dem Echo des Gongs bis die Laute schwingend empor schweben und verschwinden.

Der Tempel befindet sich auf einem kleinen Hügel, wir können Nha Trang von weiten sehen ( Foto ).

Auf einem anderen Hügel gegenüber sehen wir die Long Son Pagoda, die wahrscheinlich eindrucksvollste Sehenswürdigkeit Nha Trangs. Denn hinter dieser Pagode sitzt ganz oben auf einem Berg ein weißer 14m hoher Buddha, den man von der ganzen Stadt aus sehen kann und sich auf jeden Fall näher anschauen sollte.

Anschließend beenden wir unseren Ausflug, wir haben Hunger und sind müde. Wir haben ihnen Benzingeld angeboten, aber sie wollten nicht. So blieb uns nur Danke zu sagen und ihre Nummern zu notieren.

Abends. Es regnet unaufhörlich. Wir gehen zum Abend essen und schauen dazu einen Film an. Wegen des Regens verbringen wir eine lange Zeit in der Cheers Bar. Ich komme mit der Bedienung ins Gespräch, sie verdient 500.000 Dong im Monat, in Saigon hätte sie das Doppelte bekommen, doch hier gefalle es ihr besser.

Jemand an der Hotelrezeption hat uns einen neuen Massagesaloon empfohlen, was auf Grunde des Regens und der Tatsache, dass wir noch nie eine Massage hatten, uns veranlasst dort hin zu gehen. Einige 100 m gleich neben dem Hotel, das Tien Loc. Für 5$ wurden wir nach der Dusche und Sauna eine Stunde traditionell und kräftig gequält, was das Geld wert war.

Morgen verlassen wir Na Trang

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