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15. Tag - Dienstag - 5. Oktober 2004
Heute schon, werden wir Nha Trang verlassen und nach Mui Ne weiterziehen. Wir laufen zur TM. Brothers Busstation und steigen in unseren pünktlichen Bus ein. Es ist 8:30 Uhr. Die Fahrt dauert 4,5 Stunden, obwohl es nur 200km sind! Und auch dieses Mal nehme ich 2 Mückenstiche von der Busreise mit. Die Fahrt geht schnell vorbei bis Mui Ne. Mui Ne, ein ganz kleines Dorf, das entlang einer Straße gebaut ist. Zuerst passieren wir richtig edle Hotelanlagen mit Swimming Pool und so. Der anwesende Guide der Busgesellschaft scheint sich hier gut auszukennen und nennt uns beim Vorbeifahren sämtliche Übernachtungspreise und spottet über die Urlauber, die in den überteuerten Hotels wohnen. Der Bus fährt 2 Guesthouses mit Bungalows an, wir entscheiden uns für das erstere, da die Gastgeber freundlich aussehen und zahlen schließlich 8$ mit „Hot Shower“. Was schreibt der Reiseführer von Mui Ne?
Der friedliche Mui Ne Beach ist ein langer und wunderschöner weißer Sandstrand 22km östlich von Phan Thiet an der Strasse 706, nahe einem Fischerdorf. Es ist ein reizender Ort mit im Wind wiegenden Palmen für verkehrsgestresste Touristen und Einwohner von HCMC (Ho Chi Minh City). Wir haben Glück und haben einen Bungalow, wenige Meter zum Strand, erwischt, so dass durch unsere Fenster das Rauschen und die Winde des Meeres „herein blicken“ können. Doch als wir den Strand sehen, sind wir sehr enttäuscht: siehe ( Foto ).
Viele aus unserem Bus sind ausgestiegen, haben sich ein paar Hotels und den Strand angeschaut und sind gleich wieder in den Bus gestiegen, der nach HCMC weiterfährt. Auch ich denke darüber nach, als ich ein Stück am Strand spazieren lief. Der Sand ist dreckig, alles sieht sehr verlassen aus, überall liegt Müll herum: Schuhe, tote Fische, alte Kleidung, Tang und Steine und eine hässliche Betonmauer zieht sich endlos entlang des Strandes. Die Sandfläche ist höchstens 10m breit. Das soll Vietnams schönster Strand sein? Liegt es an der Regenzeit, die in Mui Ne aber eigentlich nur von Juni bis September andauert? Und warum ist das Wasser so braun? Ich komme von meinem Spaziergang zurück und schlage vor morgen schon wieder aufzubrechen. Es ist noch sehr früh am Morgen, so dass wir genug Zeit haben, darüber nachzudenken. Schon lange auf der Reise nahm ich mir vor, einen Tag zu meditieren. Da mein Leben in meinem Alltag so verflucht schnell vorüber geht, wollte ich mal wieder das Gefühl von Langeweile spüren. Wollte jede Minute zur Stunde und jede Sekunde zur Minute verwandeln. Die Zeit soll endlich mal langsam vergehen. Und so setzte ich mich auf die breite Strandmauer und schloss die Augen und die Beine zu einem Schneidersitz. Hörte dem tosenden Rauschen des Meeres zu, welches mich hin und wieder mit feinsten Spritzern in mein Gesicht grüßte. Der Wind versuchte spielerisch, mich aus meiner Meditationshaltung umzuwerfen. Ein Hund bellt zwei Fischer an, die gerade an ihrem Netz basteln und lachen. Zwei Urlauber laufen an mir vorbei auf der Suche nach einer schöneren Strandfläche, kommen aber bald entmutigt zurück. Die Eindrücke halte ich fest und nehme sie in mir auf, um sie später wieder abzuspulen, wenn ich wieder zu hause bin und vom Alltag verschlungen werde. Meine Beine sind eingeschlafen, ich muss aufstehen. Hatte gehofft ich halte es länger aus und Pat lacht mich aus, dass ich schon nach 30 Minuten wieder da bin. Später. Es ist schon dunkel und es regnet leicht. Eigentlich wollten wir die einzige Straße hier entlang laufen, aber leihen uns schließlich doch wieder ein Motorrad für 1$ aus. Die Straße an der Mui Ne gebaut ist, zieht sich auf 16km lang und ist zu weit zum Laufen. Wir gehen ins TM. Brothers Cafe hervorragend essen, und zwar Hünchenfleisch zum Selbergrillen („Grilled Chicken with Chili“). Dort kaufen wir auch gleich ein Busticket für 5 $ nach Saigon, für Morgen; 12:30Uhr. 16. Tag - Mittwoch - 6. Oktober 2004
Ich schlafe trotz hervorragender Nachtluft schlecht, da das Meer so laut ist, Motorräder, Autos, Straßenbahnen, alles bin ich gewohnt, aber das Meer? Wir werden geweckt um 4 Uhr morgens. Es ist noch dunkel und windig, als wir unsere Hütte verschlafen verlassen und zur Straße laufen. Unsere zwei Fahrer warten schon. Wir haben eine Tour und zwei Motorbike mit Fahrer gebucht für jeweils 4$. Wir steigen auf und nehmen unseren Platz hinten auf der Maschine ein. Nachts sind die Straßen verlassen und der Wind bläst mir grob ins Gesicht, so dass ich mich hinter meinem Fahrer verstecken muss. Unser erstes Ziel werden die roten Sanddünen sein. Es wird immer heller, vielleicht werden wir vor Sonnenaufgang, der so schön sein soll, nicht bei den Dünen sein. Nach kalten 15 km schlängelt sich unsere Straße zwischen den nicht übersehbaren Sandhaufen und einem Restaurant auf der anderen Seite. Dort werden unsere Fahrer auf uns warten. Hier in diesem Restaurant ohne Wände, wahrscheinlich eine beliebter Treffpunkt für Einheimische, hängen 30 oder mehr Hängematten an den Seiten, die schaukelnd über dem Sand an dem Holzdach befestigt sind. Die Roten Dünen
Pat und ich besteigen diesen Sandhaufen so früh am morgen, dennoch warten Kinder auf die ersten Touristen, und wir sind die ersten und einzigen wie es aussieht. Die Kinder haben aus Pappe und Schnur einen Schlitten gebaut und bieten diesen hier nun für einen Rutsch an. Schnell suchen wir uns den höchsten Hügel aus, um nach Osten zu schauen und nach der Sonne zu suchen. Es ist schon hell verglichen mit der Dunkelheit vor wenigen Minuten. Der Sand ist meistens hart, nur manchmal sinkt man in den braunen Sand 20 cm ein. Wie groß die Düne ist, kann man schwer sagen, nur wenige Meter weiter beginnen Bäume und Grasbüsche das Wüstenbild zu zerstören. Dennoch sieht man weit und breit nichts außer Hügel von Sand und Sand mit Büschen. Die Sonne ist schon da, doch auch wieder nicht. Hinter Wolken schleicht sie sich hervor, als wollte sie nicht für Touristen da sein, die für einen Sonnenaufgang bezahlt haben. Pat muss auf die Toilette und verschwindet hinter den Dünen. Es geht weiter, leider geht es immer weiter, wünschte ich könnte den ganzen Tag hier verbringen und darauf warten die schüchterne Sonne zu sehen, aber nein, wir müssen weiter, haben noch eine lange Fahrt vor uns. ( Foto ) Unsere Fahrer lenken uns helmlos mit 60km/h zu den White Sanddunes die 35 km und 35 Minuten entfernt liegen. Die wundervolle Küstenstraße, auf der wir fahren, sieht neu aus und ist frisch geteert. Auf der linken Seite sehen wir Felsen und Berge, auf der rechten, gleich hinter der Leitplanke, rollt das blaue Meer an die Sandküste. Eine herrliche Fahrt, es wird wärmer. Ich kann die Natur mit all ihren kleinsten Details ganz in mich aufnehmen. Bauern verrichten fleißig ihre Arbeiten und Tiere laufen herrenlos langsam in die Richtung, in die sie wollen, auch wenn sie die Straße kreuzen. Viele km vergehen, dann überholen wir einen Trupp Bauarbeiter, die gerade dabei sind, die Straße auf der wir fahren, zu bauen. Nach der Baustelle beginnt eine staubige Schotterpiste. Landschaftlich bin ich sehr beeindruckt von den Bildern, die ich sehe. Hätte nicht vermutet, dass Vietnam so aussieht ( Foto ). So stellte ich mir Amerika oder Mexiko vor. Ich bitte meinen Fahrer anzuhalten, um dieses Wüstenszenario auf mich wirken zu lassen. An der einsamen Wüstenstraße bauten sie Leitungsmasten, die, wie es scheint, gebaut wurden, damit die Straße nicht allein durch das öde Land ziehen muss. Wir sehen einen See, dort hinten liegen die „Weißen Sanddünen“, ein passend in die Landschaft prägendes Sandhügelgebilde. Die Weißen Sanddünen
Die letzten hundert Meter fahren wir schwungvoll mit abstützenden Füssen auf Sand bis wir den See erreichen und eine kleine Hütte, in den Getränke angeboten werden. Davor, auf den fünf kleinen „Vietnam“-Plastikstühlen sitzen Leute und begrüßen freundlich unsere Fahrer, die hier bekannt sind, während wir uns der Düne nähern. ( Foto ) Wieder kommt uns ein Kind mit einfachem Pappschlitten entgegen und bietet seinen Dienst an. Es begleitet mich rauf auf die Berge. Pat sucht eine Toilette und bleibt weiter unten bei dem kleinen ausgetrockneten Nadelwald und macht trotz Bauchkrämpfen ein wunderschönes Bild ( Foto ). Auf manchen Bildern könnte man fast meinen, man ist in der Sahara. Einen großen farbigen Unterschied zur vorigen Düne konnte ich jedoch nicht feststellen, außer dass sie viel größer und, laut der Zeichensprache meines Fahrers, 32km breit ist. Wir sitzen noch etwas bei der Hütte und spielen mit kleinen Hundebabys bis wir aufbrechen und die ganze Strecke wieder zurückfahren. Canyons
Ein kleiner Stopp bei den Canyons, die entlang der Küstenstraße liegen. Man kann nach oben klettern, das Meer überblicken, die kantigen Felskonturen oder die Sandberge betrachten ( Foto ) ( Foto ). Es geht weiter zurück. Wir kommen wieder in eine Stadt, die für Touristen einfach als „Fishingvillage“ bezeichnet wird. Fishingvillage
Es müssen viele Fische unterwegs sein, denn das Meer ist hier dicht besiedelt mit Fischerbooten ( Foto ), ( Foto ). Am Ufer arbeiten die Frauen, waschen, sortieren und tauschen ihre glitschigen Waren. Geschützt vor der Sonne tragen sie auch hier die klassischen vietnamesischen Hüte, knien vor Schüsseln und Körben mit dem bereits toten Fischkram. Tintenfischen, Muscheln und Krebse. ( Foto ), ( Foto ) Um 10 Uhr sind wir im Hotel zurück und checken aus. 16. Tag - Mittwoch - 6. Oktober 2004
Nach dem Mittagessen (es ist immer noch Mittwoch der 16.Tag) brechen wir wieder auf, wir verlassen Mui Ne und lassen uns zur nächsten, wenige km entfernte, Stadt mit unseren Motorbike Fahrern bringen, Phan Thiet. Die 168.400 Einwohner große Stadt ist berühmt für ihre spezielle Fisch-Sauce, die dazu notwendigen Fische werden auf großen Plantagen geruchsintensiv angebaut. Phan Thiet ist kein übliches Touristenziel, doch wir wollen mal da hinfahren, wo sonst keine oder wenige Touristen sind. Eine Stadtkarte haben wir nicht und werden auch keine besorgen können. Der Hotelangestellte in Mui Ne machte noch die blöde Bemerkung, dass es keine Hotels in Phan Thiet gibt, um uns nicht zu verlieren. Wir lassen uns zur Tran Hung Dao Straße bringen und beginnen mit dem Zimmervergleich der vielen Hotels, die an der Schnellstrasse gebaut sind und sichtlich keinen Touristenverkehr gewohnt sind. Hier spricht man nicht Englisch, die Zimmer kosten 6$ und sind mit Blick auf eine stinkende Fischplantage. Für das dritte Hotel Bao Duy entscheiden wir uns, nachdem wir auf 7$ runtergehandelt haben. Das Handeln ist leicht gesagt, aber wie handelt man ohne zu sprechen; die Hotelmama holt einen Gast, der beim Übersetzen hilft. Auch später, wir fragen nach einem Motorbike, wir wollen die Stadt erkunden. Um uns versammelt sich die ganze Familie, der das Hotel gehört. Wir sitzen auf einer Ledercouch und werden neugierig betrachtet, während wir auf Zettel Bilder von uns malen, wie wir auf einem Motorrad sitzen und zu einem Strand mit Palmen fahren. Sogar die Sonne zeichne ich wie auf Kinderzeichnungen, oben rechts in die Ecke. Es wird viel diskutiert, obwohl das Thema doch nun wirklich nicht schwer ist. Und es fällt auch immer wieder das Thema „heiraten“, ob ich eine Frau habe, ich sage nein, sie kichern und stellen mir ihre Tochter vor. Nach vielleicht einer Stunde haben wir ein Motorrad für 6$ 24 h Stunden, wem es gehört, weiß ich nicht. Da wir keine Karte haben, wissen wir nichts von der Stadt, wir wissen nicht einmal, in welcher Richtung das Meer ist. Die Stadt ist schlicht und einfach eine typische Stadt in Vietnam. Und damit meine ich keine romantische Kleinstadt mit kleinen Gassen, sondern breiten Straßen, die ungeschlängelt und stinkend an Tankstellen und bunten Hotels, Geschäften oder Häusern vorbeigeht und das auf unmoderne und unattraktive Weise. Doch ist die Erinnerung an diese Stadt sehr wertvoll, da wir wirklich mal allein auf uns angewiesen sind. Wir gehen in ein großes vornehmes Restaurant, doch können nichts bestellen. Sie haben keine englische Speisekarte. Nur gezeichnete Bilder am unteren Rand der Speisekarte geben uns einen Anhaltspunkt. Auf den Skizzen sehen wir Schlangen, Frösche und Kraken. Auch der Ober, der gerufen wird, um uns Ausländer zu bedienen, versteht nichts. Wir bestellen irgendwas und lassen fast alles stehen und bezahlen hungrig und schämend. Gleich in der Nähe finden wir eine Bank zum Geldwechseln, doch unsere Hotelfreunde rücken unseren Reisepass nicht raus, auch Traveller Cheques kennen sie nicht. Wir diskutieren sehr lange, bis wir uns schließlich einigen können, dass einer an der Rezeption wartet und der andere Geld holt. Nebenan gibt’s eine Karaoke Bar: einfach eine Garage mit Fernseher und ein paar Gartenstühlen. Hier kaufen wir Wasser für 6.000 Dong, Marlboro Zigaretten gibt’s hier nicht. Nachdem unsere Grundbedürfnisse befriedigt sind, fahren wir Richtung Meer, biegen in immer kleiner werdenden Straßen ab, bis wir schließlich Wasser sehen. Auch die Häuser an der geteerten Straße sind kleiner geworden, sind nur noch Hütten, wahrscheinlich befinden wir uns in den Slums. Viele Kinder in dreckiger Kleidung sitzen am Straßenrand, spielen und rufen uns „Hello“ zu, rennen uns manchmal auch neugierig hinterher. ( Foto ), ( Foto ), ( Foto ), ( Foto ) Wir ruhen uns am dreckigen Strand etwas aus und kehren um. Abends essen wir wieder im gleichen Restaurant und lassen wieder die Hälfte des Essens stehen. 17. Tag - Donnerstag - 7.Oktober 2004
Der Wecker klingelt, doch wir stehen nicht auf. Wir wollen endlich mal wieder ausschlafen und brauchen Entspannung. Die letzten Tage verbrachten wir damit, von einem Ort zum anderen zu ziehen. Vielleicht sind wir reisekrank, vielleicht beherrscht uns ein Gefühl, welches man immer in der Mitte seinen Reise erlebt, ein Gefühl von Reisemüdigkeit. Um 11 Uhr sind wir wach und finden uns auf einer stark befahrenen Straße mit unserem ausgeliehenem Motorrad wieder, wieder auf der Suche nach einem Strand. Ein kleiner Hinweis im Lonely Planet hilft uns, den Ophan Thet Beach zu finden, dort heißt es, dass wir am Victory Monument, ein pfeilförmiger Turm mit Menschen aus Beton in Sieges-Pose, östlich abzubiegen haben. Dort ist auch das Novatel, welches einen sehr exklusiven Eindruck auf uns macht. Wir fahren entlang der riesigen Golfplatzanlage und suchen dort ein Restaurant. Wie gerne wünschten wir uns nun eine englische Speisekarte. Als wir eine finden, hindert uns dann schließlich doch der Preis daran, im ruhigen, abgeschotteten, etwas verlassen wirkenden Restaurant unser Frühstück zu uns zu nehmen. Am Strand, gleich in der Nähe, finden wir auch kein Essen, sondern nur überdachte Strandbars mit Getränkeangeboten. Wir haben Hunger und entscheiden uns schließlich für ein schickes und komplett verlassenes „Seafood Restaurant“. Wir bestellen „Steamed Chicken with Rice“. Die angestellten Mädchen kümmern sich nett um uns, sind wahrscheinlich froh mal was zu tun zu haben. Eine von ihnen kann sogar etwas Englisch sprechen und möchte unbedingt meine Email-Adresse haben. Als das Essen kommt, welches wir lange sehnsüchtig und mit leerem Magen ersehnten, sind wir sehr enttäuscht. Es handelt sich schon wieder um eine Spezialität, soll heißen, etwas was wir nicht mögen. Auf unserem Teller befinden sich helle rohe Hühnchenfleischstücke zum Teil noch mit Haaren (bzw. Federn) dran, die an Barthaare erinnern. Dieses gummiähnliche, intensiv nach Koriander schmeckende Fleisch garniert mit Frühlingszwiebeln geben wir fast komplett und unberührt zurück, zahlen die 10$ (!) und gehen noch hungriger und enttäuschter als wir gekommen sind. Wir freuen uns immer mehr auf Saigon, auf Touristen angepasste Küche; sind noch nicht bereit für die völlige Einsamkeit im fremden Land. Auf dem Rückweg zum Hotel (um unsere Badesachen zu holen) halten wir noch bei einer Hütte am Straßenrand, in der es Getränke, sowie Brot und Käse gibt. Endlich, unser wohlverdientes Frühstück, die Leute sind sehr nett, unterhalten uns gut, sind sehr neugierig, fragen zuerst nach Namen, dann nach Herkunft, Alter und schließlich, ob wir verheiratet sind. Der Strand, welcher unser letzter Badeaufenthalt dieses Jahr sein wird, ist von Kindern bevölkert, die im flachen Wasser mit den Wellen spielen. Wir sitzen auf den Strandstühlen, lesen und schreiben Postkarten und trinken dazu Cola. Kinder schauen uns neugierig an und winken uns zu sich rüber ins Wasser. Ich komme, Pat schreibt weiter an seine Freundin. Das Wasser ist schön warm und das flache Wasser, wie durch friedliche Wellen erschüttert, in das sich lachende Kinder schmeißen. Die Kinder wollen ständig das Pat auch noch kommt und so stellen wir unsere Taschen mit Wertsachen darein zu anderen seriös wirkenden Leuten dazu. Kaum sind wir im Wasser, stürmen schon die ersten Kinder zu unserem Platz und trinken gierig und fasziniert zugleich aus unserer Cola. Als wir wieder an Land sind, die Cola leer ist und sich immer mehr Kinder um uns versammeln, wird es uns zu viel und wir gehen. Der weitere Tag verlief eher ruhig ab, haben noch einmal Brot und Käse gegessen und abends in dem Restaurant, wo wir die letzten Male schon waren. Etwas später, verabschieden wir uns rauchend und Bier trinkend vom Tag und von Phan Thiet auf unserem Balkon, denn morgen geht’s weiter. 18. Tag - Freitag - 8.Oktober 2004
Nach dem Ausschlafen frühstücken wir Brot mit Käse im Bett, danach checken wir aus, hängen unten an der Rezeption rum und warten auf den Bus nach Saigon. Auf dem schwarzen Ledersofa sitzt ein Mädchen, das hier arbeitet und lebt. Sie faltet mit buntem Papier winzige Schachteln mit Münzen darin, einfach nur so, wie es scheint. Uns scheint sie zu mögen und so bekommen wir auch eine winzige bunte Papierschachtel zum Aufklappen und einer kleinen Münze darin. Unser Bus kommt um 14 Uhr, früher als angekündigt, das Ticket hatten wir bereits in Mui Ne bei TM. Brothers gekauft. Wir haben die Fahrt mehrer Tage unterbrochen und können nun weiter nach Saigon fahren, welches einige komplizierte Telefongespräche voraussetzte. Aber es hat geklappt und der Bus steht vor unserem Hotel. Ich habe, glaube ich, einen kleinen Sonnenstich, die Bus-Wartezeit habe ich sonnend auf einer Bank vor unserem Hotel verbracht, jetzt habe ich Kopfschmerzen. Die Fahrt erscheint mir ewig. Man kann mit Erstaunen feststellen, wie der Autoverkehr und die Straßenbreite zunimmt, umso mehr wir uns HCMC nähern, bis dann schließlich auch die Häuser immer höher werden und man ständig das Gefühl hat, bald da zu sein. Doch es zieht sich und die Fahrt geht weiter und weiter. Nun stecken wir im Feierabendverkehr fest oder in dem üblichen Verkehrschaos, wer weiß das schon. Es ist stark was los auf den Straßen: Mofas umkreisen wie Bienen unseren Bus und die Strecke wirkt zäh wie Honig. Und schon sehen wir ein Kentucky Fried Chicken Restaurant und freuen uns auf baldige fettige, gewöhnliche Speisen ohne Überraschungen. Nach 4,5 Stunden erreichen wir im Dunkeln die TM Brothers Zentrale in der Pham Ngu Lao Area in Saigon. Wie so oft, bekommen wir beim Aussteigen jede Menge Visitenkarten und Hotelempfehlungen in die Hand gedrückt. Wir geben uns diesmal richtig Mühe mit der Hotelwahl. Die Gegend hier, eignet sich hervorragend dafür, da es ein Überangebot an Hotels gibt. Wir schauen uns über 5 Zimmer in unterschiedlichsten Hotels an. Die Preise in der untersten Kategorie liegen zwischen 6$ und 13$. Wir entscheiden uns für ein Zimmer mit schönem Ausblick, aber furchtbarem Lärm im Bao Chau Emerald Hotel, 355 Pham Ngu Lao Street für 7$. Unser Balkon
Unser Balkon ist toll, der tollste Balkon in Saigon, mit sagenhaftem Ausblick in die grelle Nacht.( Foto ) Wir sind in einer Großstadt, yeah ! Lichtkegel schwenken durch den Himmel, als wollten sie ihn entzweien. Tosender Großstadtlärm steigt zu uns empor, als wollte die pure Lebendigkeit uns vom Balkon ziehen. Wir haben Ausblick auf einen Streifen „Vergnügen“, der sich neben und zwischen zwei Straßen behauptet und schätzungsweise 1km lang ist. Hier stehen Palmen neben Park anstrahlenden Laternen. Wir sehen Vietnamesen Sport machen, welch’ Luxus. Wahrscheinlich Studenten, stehen im Kreis und kicken sich einen kleinen Ball (der gewiss in der entsprechenden Fachsprache, nicht einfach nur ein Ball ist), kunstvoll entgegen. Durch die Straße rasen Mofas befreiend, denn der Feierabendverkehr scheint vorüber zu sein. Nur noch die Schicken gleiten „aufgebrezelt“ auf ihren Gefährten stolz wie auf silbernen Pferden. Visuell betrinken wir uns an den bunten Lampen. Nun sind wir in Asien, fern unserer Kultur und was befindet sich genau gegenüber? Eine Kirche. Und außerdem ein Zirkuszelt, was uns täglich mit seiner nervigen Musik beglückt und wenn mal keine Vorstellungen stattfindet, dann probt jemand zur gleichen immer wiederkehrenden Musik. Wo sind wir ? In HCMC:
Vietnams größte Stadt, mit offiziell 5,5 Millionen Einwohnern (inoffiziell noch einige Millionen mehr). Die lebendige und aufregende Stadt, zeigt sich mit großen Shopping Malls, aber auch mit traditionellen Märkten. Und auch wenn es große befahrene Straßen gibt, sind schmale labyrinthartige Gassen nicht weit. Moderne Geschäftsmänner mit bestem Englisch, moderne Frauen mit Nobelkleidung und zugleich aufdringliche Rikschafahrer, die nichts als ihr Fahrgerät besitzen und sogar nachts darin schlafen. Die Einkaufsmöglichkeiten sind gigantisch in HCMC, der Verkehr chaotisch und bestimmt durch Motorbikes, wie überall in Vietnam, aber auch durch viele Autos, wie selten in Vietnam. Verglichen mit Bangkok, wer schon einmal dort war, wirkt HCMC eher klein und flach: Wolkenkratzer kann man mit großer Leichtigkeit mit nur einer Hand abzählen. Hier im District 1 (Pham Ngu Lao Area), befindet sich die „Traveller Szene“, kleine Straßen bestückt mit Cafes, Restaurants, Reisebüros, Rucksackläden, Buchläden, CD-Läden. Alles was das Herz begehrt, kann hier handelnd erstanden werden. HCMC steht für Ho Chi Minh City, die inoffizielle Bezeichnung ist weiterhin Saigon. Vor dem Schlafen gehen erspähen wir unsere Umgebung, suchen und finden ein Restaurant, das ABC. 19. Tag - Samstag - 9. Oktober 2004
Pat ist schon um 8 Uhr wach und treibt sich draußen rum, ich schlafe bis 10 Uhr aus. Wir erledigen die typischen Touristenpflichten, wie digitale Fotos von MemoryChips auf CD brennen, Geld holen, Frühstück und Shopping. Wir laufen den Parkstreifen entlang der Le Lai Straße, siehe Stadtplan. Je nach Tageszeit ist dies der Sporttreffpunkt der Vietnamesen. Hier wird gewalkt, Badminton gespielt und Thai Chi praktiziert, mit der vergeblichen Mühe, den Stress, der ringsherum passiert wegzumeditieren. In dem Park kann man einigermaßen stressfrei laufen bis wir an einen gut befahrenen Kreisverkehr kommen. Überwindet man dieses Chaos, welcher in Gestalt einer linksdrehenden Windrose wütet, gelangt man an den Ben Thanh Market. Hier bekommt man ein sehr reichhaltiges Angebot an „Alles“ geboten. Hunderte von Geschäften ( Foto ), ( Foto ), ( Foto ) bieten im Flohmarktstil ihre Ware an: Kleidung, Souvenirs und Essen. Dort kaufen wir nach erbittertem Handel „Saigon“ bedruckte T-Shirts für 1$. Wir gehen weiter die Le Loi entlang und auch hier findet man überall Geschäfte. Rucksäcke, Geschirr, Schneidereien, Schreibwarenhandel, Holzschnitzereien, Bilderrahmen aus Bambus, Ferngläser, Messer usw. einfach alles. Stets zu Fuß gehen wir weiter in die Dong Khoi Area am Tax Department Store, eine Shoppingmall, kaufen wir noch ein paar richtig harte Energiedrinks, da wir vom Laufen schon sehr müde sind. Zu essen haben wir noch kein passendes Restaurant ausmacht. Die uns im Lonely Planet beschriebenen Touristen-In-Restaurants, wie das Underground. Nähe einer kleinen Fußgängerzone, ist uns zu teuer. Jedoch gehen wir in ein Kaffeehaus und trinken zum ersten Mal auf der Reise einen richtigen Kaffee. Leider haben sie keinen Wieselkaffe, die Spezialität in Vietnam und wo wir einen kaufen können, wissen sie auch nicht. Und zwar ist das ein Kaffee dessen Bohnen zuerst von Wiesel verspeist und wieder ausgeschieden werden, bevor sie weiter verarbeitet werden. Hört sich wirklich widerlich an, aber als Urlauber braucht man solche außergewöhnlichen Geschichten, um später von Menschen die sich eigentlich nicht für Asien interessieren dennoch ein „Wow“ zu entlocken. Stunden später finden wir ein Kentucky Fried Chicken (etwas hinter dem Municipal Theatre) und Fast Food muss auch mal sein. Wir sind müde und laufen die weite Strecke zu Fuß zurück und stellen die zwei Unterschiede zu unserem vorigen Aufenthalt in Phan Thiet fest: Hier sind Touristen nichts besonders mehr und manche Vietnamesen zeigen sich sogar hervorragend von ihrer Schickimicki-Seite. ABC Restaurant
Unsere Stammkneipe in Saigon, nicht weit von unserem Hotel entfernt. Die Restaurants sind meist gleich aufgebaut: es ist ein kleiner Raum, den man von der Straße aus ganz überblicken kann, ähnlich einer Garage, die keine Eingangstür hat, sondern nachts mit einem Gittertor verschlossen wird. Es arbeitet eine Köchin in dem Restaurant, ihr wird wahrscheinlich der Laden gehören, sie haben wir kaum zu Gesicht bekommen. Doch die bezaubernden Gesichter der drei Mädchen, die sich hier fast 24h am Tag aufhalten und die Gäste bedienen. Wir lernten sie immer besser kennen, da wir mindestens 2 mal am Tag hier essen und wir erfuhren, dass sie Schwestern sind (Hui 19,Duing 21 und Lee, 24). Sie sprechen fast kein Englisch, kommen aus dem Mekong und arbeiten hier für ein paar Monate. Sie waren sehr nett, verwöhnten uns, unterhielten uns mit Zaubertricks und massierten uns sogar manchmal. Die eine, Lee, war immer für das Geld verantwortlich und hatte immer einen Stapel Scheine in der Hosentasche. Oft kaufte sie etwas für sich, ihre Schwestern oder für uns, von einer am Restaurant vorbeikommenden Händlerin. Und mit der Zeit bekamen wir mit, wie die Leute sich kannten, jede Händlerin, die Mais oder Nüsse verkauft oder das Mädchen, das Gemälde präsentiert oder die Frau mit einem Stapel Bücher unterm Arm. Den Gesprächen leider nicht folgen könnend, kam trotzdem eine Art Familiengefühl auf, jeder kannte jeden, unterhielt sich und lachte. Den ganzen Abend saßen wir hier, da uns das Nachtleben von Saigon enttäuschte und tranken unsere Drinks, bekamen Mais und Früchte angeboten und betrachteten ihr Alltagsleben. Meistens sitzen sie einfach nur seitlich auf einem Motorbike oder auf Stühlen an der Straße und beobachten die Leute und kichern, wenn ein Tourist irgendetwas Komisches hat, aber meist blickten sie sehr gelangweilt. Jeden Abend kauft Lee sich und ihren Schwestern ein Ei, mit ungewöhnlich dunkler, fest wirkender Schale. Die kleine Hui, saß neben mir und als ich etwas genauer hinsehe, wirkt das Ei wie gefüllt, aber warum sollte jemand ein Ei füllen? Es ist unter der Schale braun und sonst tief gelb und weiter im Inneren erkenne ich braune würmerartige Formen. Als sie mit ihrem Löffel darin rumstocherte, wurde es mir klar, als ich einen kleinen Kückenkopf auf ihrem Löffel hin und her wippen sah. Ekel überkommt mich und ich frage sie in Deutsch, wie sie so etwas essen kann, doch sie antwortet nicht und isst ohne Bedenken das noch nicht geschlüpfte Kücken, wie jeden Tag. ( Foto ) Wir albern viel rum, obwohl immer ein Zwiespalt in der Luft ist, freuen sie sich wirklich, wenn wir kommen oder freuen sich einfach, Gewinn zu machen. Wahrscheinlich sollte man Freundlichkeit nicht hinterfragen sondern sie einfach nur zurückgeben. Eine richtige Feierabendzeit haben sie nicht, sie machen den Laden dicht, wenn kein Kunde mehr da ist und das ist irgendwann zwischen 24 und 4 Uhr. Einmal waren wir die Letzten und jetzt wissen wir auch wie sie schlafen. Wir trauen uns nicht so richtig hinzuschauen, wollen sie nicht demütigen und dennoch ist das alles so unfassbar, dass man sich mit Blicken versichern möchte, dass das nicht die Wahrheit ist. Nein, sie schlafen wirklich in diesem Restaurant, bauen und schieben sich aus 4 Stühlen einen Bett zusammen und kuscheln sich unter ihre Decke. Ein langer Tag hatte sie müde gemacht; ihren Tag morgen kenne ich schon. 20. Tag - Sonntag - 10. Oktober 2004
Jede Stadt hat, wie Ihr wisst, auch ihre kulturelle Seite, die uns besondere am Herzen liegt (falls wir nichts Besseres zu tun haben). Heute klingelt um 8 Uhr der Wecker, um 10 Uhr verlassen wir unser Zimmer, Frühstück wie immer im ABC Restaurant. Gut geplant ist halb gewonnen und so beginnt unser Kulturtag genau zur Mittagshitze. Hätten wir uns nicht ständig in einer Parkanlage verlaufen so ist der Weg zum Reunification Palace echt nicht weit. Zugegebener maßen hatte ich mir unter „Palace“ etwas anderes vorgestellt.( Foto ) Und Eintreten können wir auch noch nicht, da er bis 13 Uhr über Mittag geschlossen ist. Vor den Zäunen des Geländes, das wir nicht betreten dürfen, lauern Motorbike- und Rikscha-Fahrer wie Geier, die voller Freude verkünden, dass der „Palast“ geschlossen hat und bieten uns dafür viele Alternativen an, die wir nach ihren Maßstäben nicht zu Fuß schaffen. Wir laufen trotzdem. Nicht weit, einmal um die Ecke und schon befinden wir uns vor dem War Remnants Museum, welches leider auch noch geschlossen hat in der Mittagspause und so bleibt uns nichts übrig als nun auch eine Mittagspause zu machen. Das War Remnants Museum befindet sich auf einem Hof, welcher mit einem typischen Vietnamkrieg Helikopter der Amerikaner, anderer Fluggeräte und Bomben voll gestellt ist. Auf dem Hof sind noch containerartige Hallen, in denen Fotos ausgestellt sind. Man braucht nicht lange, um zu begreifen, wie sinnlos und voll Scheiße Krieg ist. Man sieht Opfer und Opfer, Waffen und Uniformen auf ausdruckstarken Schwarzweißbildern. Zusammenfassend und ordentlich aufsummiert steht auf einer Tafel wie viele im Krieg gefallenen sind. Ich finde, die Zahlen sprechen für sich: während des Krieges starben 3.000.000 Vietnamesen, 2.000.000 Kambodschaner und 58.000 US Soldaten. 75.000.000 Liter Kampfgift und 7.850.000 Tonnen Bomben im Wert vom 500 Milliarden $ wurden auf Vietnam abgeworfen, viermal mehr als in den Weltkriegen zuvor. Ganz unten auf der Tafel ist der lehrreiche Satz zu lesen, dass der Krieg Jedem eine Lehre sei, die Soldaten aller Länder nicht umsonst gestorben sind und die Menschen nun niemals vergessen werden wie grausam Krieg ist. Schön wär’s. So manche scheinen das ziemlich schnell vergessen zu haben. Ein sehr schockierender Anblick sind mutierte zusammengewachsene Babys in großen Einweckgläsern, als Folge von dem chemischen Gift „Agent Orange“, welches von US-Hubschraubern auf den Dschungel gesprüht wurde, um den Dschungel zu entblättern und Verstecke für Bomben preiszugeben. Des Weiteren wurden Folterkammern und das Werkzeug dazu historisch treu nachgebaut, auch aus grausamen Zeiten vor dem Amerikanischen Krieg, wie der Vietnamkrieg hier genannt wird, gezeigt. Der Reunification Palace, Zentrum und Ende des Vietnamkrieges. Kommunistische Panzer stürmten am 30.April 1975 dieses Regierungshauptgebäude, vorher als „Independence Palast“ oder „Presidential Palast“ bezeichnet. Die dramatischen Bilder umrundeten damals die Erde. Heute kann man diesen Schauplatz betreten und in Farbe betrachten. Sogar die Panzer von damals sind draußen ausgestellt. Im Inneren wirken die verlassenen Versammlungsräume heute seltsam altmodisch, doch wenn man bedenkt, dass dieser Palast meistbewacht und im Mittelpunkt des Krieges war, viele Leben kostete und letztendlich doch eingenommen wurde, ist das ein durchaus seltsames Gefühl. Am Eingang schließen wir uns einer Führung an, kommen der Reiseführerin aber nicht hinter her, da eine Masse von Besuchern in den unteren, überfüllten Kellergewölben, dieses ebenfalls versuchen. Es ist eine goldene Statue Ho Chi Minhs aufgestellt, wie dokumentierende Fotos mit politischen Hintergrund, Funkanlagen und Videoberichten. Müde vom Laufen und der Kultur nehmen wir uns ein Motorbike und lassen uns zum Saigon Trade Center bringen. Es ist Zeit für eine Pause. Warum diese nicht auf dem höchsten Hochhaus von Saigon verbringen? Bei toller Aussicht genehmigt Pat sich einen Cafe für 3,10 $ und ich mir ein Eis für 3,30$. Leider kommen wir nicht auf die Aussichtsplattform, sie ist geschlossen und so müssen wir das neblige Vietnam durch die Scheibe fotografieren. ( Foto ) Es fällt sofort auf: das ist nicht Bangkok. Weder Wolkenkratzer noch Autobahnen zieren das Stadtbild. Viele kleine Häuser, reich an Farben, ergeben ein großes Mosaikbild, das so groß ist, dass wir das Ende nicht sehen können und der Nebel sich mit Saigon im Horizont verschmelzt. Wir laufen ein ganzes Stück wieder zurück zum Hotel, gehen unterwegs wieder Fast Food essen und ruhen uns in unserem Hotel bis 19 Uhr aus. Nachtleben
Abendessen wieder im ABC , für 39.000 Dong, Reis mit Hühnchen und Ananas und Bier dazu. Um 21 Uhr organisieren die Bedienungen vom ABC uns zwei Motorbike-Fahrer, die uns zur Q-Bar bringen. Eine In-Location in HCMC, doch der Sonntag stellt sich als ein ungünstiger Ausgehabend heraus. War doch gestern als wir hier abends vorbeikamen, die Hölle los, ist heute alles leer. Im Reiseführer stand was von Sonntag, die müssen sich getäuscht haben. Wir gehen weiter zum berühmten Apocalypse Now. Eine Disko, jeder kennt sie hier. Warum, ist nicht nachvollziehbar, es tobt die Leere hier, ein paar Matrosen feiern irgendwas; alte unattraktive Männer mit jungen unattraktiven Damen feiern auch irgendwas. Eine kalte Klimaanlage und Bier für 45.000 halten uns ab, hier irgendwas zu feiern.
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